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Die Investoren wissen nach der Bundestagswahl noch nicht so genau, was sie von dem Resultat halten sollen. Bisher ist die Reaktion an den Börsen verhalten. Im Fußball sagt man: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Das könnte man auch auf das Marktumfeld ummünzen. Zunächst hatte man sich die Köpfe zerbrochen, wie die Wahl ausgehen wird, jetzt ist man uneins, wie eine neue Regierung aussehen könnte. Investoren finden immer etwas, worüber man sich den Kopf zerbrechen kann.

Am Parkett kann man jetzt viel darüber diskutieren, ob es gut war, dass die FDP vom Wähler aus dem Bundestag gejagt wurde. Andererseits gilt sie als gelbe Partei der Wirtschaft. Ein wenig Liberalismus und weniger Staat würden auch der nächsten Regierung gut tun, denkt so mancher. Eine Koalition der CDU mit der SPD, eine sogenannte große Koalition, ist zwar möglich, jedoch wohl bremsend für das Land. Und wenn die CDU/CSU gar keinen Koalitionspartner findet, weil niemand ihre Politik mittragen will, gibt es dann vielleicht Neuwahlen?

Man weiß nicht, was in den Köpfen der Anleger vorgeht, währen sie die rot und grün blinkenden Zahlen vor sich sehen. Jedenfalls können sie sich nicht auf eine Meinung (positiv oder negativ) einigen. Das zeigt der DAX-Verlauf gestern und heute. Es herrscht Unschlüssigkeit. Oft heißt es am Markt "buy the rumor, sell the facts", was bedeutet, dass das Gerücht und die Diskussion im Vorfeld der Wahlen gute Kaufgelegenheiten waren. Jetzt, wo das Ergebnis bekannt ist, könnte der Wille zum Handeln nachlassen.

Die möglichen Konstellationen für eine neue Regierung sind begrenzt. Gewonnen hat die CDU/CSU. Mögliche Partner für eine Zusammenarbeit sind die Parteien SPD und die Grünen. Mit den Linken möchte die CDU/CSU nicht zusammenarbeiten. Und kaum ist die Ausgangslage definiert, dann geht es schon wieder los mit der Denkerei. Die Investoren malen sich nun aus, was gut für Deutschland und vor allem gut für ihre Finanzen wäre.

Tatsächlich passen beide möglichen Koalitionspartner nicht zu der erstarkten CDU/CSU. Die SPD ist ein Bremsklotz, mit denen ein Regieren zur Qual werden kann. Die Grünen sind sogenannte Stänkerer. Sie haben zu allem und gegen alles etwas zu sagen, so dass auch dieser Ausblick nicht verlockend ist.

Im Grunde ist der Investor wieder einmal voll in seinem gewohnten Umfeld. Er macht sich erneut Gedanken über Dinge, die er nicht beeinflussen kann. Das kennt er doch vom Börsenhandel auch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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