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Verfolgt man den Kursverlauf des deutschen Börsenindex DAX, dann fällt auf, dass sich die Käufer und die Verkäufer die Waage halten. Auf einen wuchtigen Abverkauf folgt fast immer ein ebenso starker Tag der Käufer. Auf Unruhe im Markt folgt eine große Portion Ignoranz, so dass die Sorgen des Marktes nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Auf Argumente, warum der Markt stiegen soll, gibt es genauso viele, warum er fallen müsste. Inmitten dieses Wirrwarrs befindet sich der Anleger und grübelt.

Soll man jetzt noch Long gehen, also auf steigende Kurse setzen, ist dieser Tage eine oft gehörte Frage unter Börsianern. Irgendwie dämmert es vielen, dass der Markt schon sehr lange steigt. Seit dem Jahr 2009 geht es aufwärts. Wohl wissend, dass kein Baum in den Himmel wachsen kann, ist dieser Teil der Marktteilnehmer vorsichtig.

Gleichzeitig herrscht jedoch Anlagenotstand. Wohin mit dem Geld, wenn nicht in Aktien, ist die ebenso oft gehörte Fragestellung. Also macht man das, was alle machen. Man geht mit der Menge und orientiert sich an positiven Dingen, die einen weiteren Anstieg am Aktienmarkt versprechen.

Das wesentliche Problem ist der mentale Umgang mit solch einer Konstellation. Wettet man auf fallende Kurse, wird man derzeit nicht dafür belohnt. Setzt man auf steigende Notierungen, dann ist das Ergebnis (kurzfristig) fallende Kurse. Wie man es anstellt, es kommt nicht Fisch und nicht Fleisch dabei heraus.

Will man sich am Markt selbst ein Bild machen und die Pros und Cons gegeneinander aufwiegen, so ist dieses Vorgehen derzeit nicht von Erfolg gekrönt, denn es sind für jeden Standpunkt Argumente vorhanden. All das lässt einen nervenstrapazierten Anleger zurück, der hilflos und gedankenverloren wirkt.

Anleger, welche bereits investiert sind, plagen sich mit der Frage, ob sie mit Gewinn verkaufen sollen, denn noch notiert der DAX hoch. Anleger, die jetzt frisch eingestiegen sind, haben Sorge, ob der DAX nicht vielleicht bald schwächelt und sie dann mit ihrer Position ins Minus rutschen werden. Diese Gruppe hat Sorge um die Zukunft ihres Investments.

Und da gibt es noch die, die noch in den Markt wollen und auf den richtigen Zeitpunkt warten. Diese haben es besonders schwer, denn wohin der Markt in den kommenden Monaten laufen wird, ist im aktuellen Umfeld besonders schwer zu prognostizieren. Es hilft, wenn der Anleger nicht die allgemeine Einschätzung betrachtet, sondern nur seine eigene. Wenn er mit seiner Meinung leben kann und mit seiner Handlung zufrieden ist, dann ist schon viel gewonnen.

Was der Markt dann daraus macht, ist etwas, worauf der Anleger keinen Einfluss hat. Da hilft dann auch kein Kopfzerbrechen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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