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Ein starker Abverkauf am Nachmittg lässt den DAX deutlich in die Knie gehen. Die Euphorie vom Anfang der Woche ist plötzlich verpufft. Die Anleger sind gefangen in ihrer Ratlosigkeit. Sollen sie jetzt an das Gute glauben und die scheinbar günstigen Kurse zum Einstieg nutzen? Oder sollen sie jetzt noch verkaufen, solange der DAX hoch notiert? An der Börse sind jetzt Entscheider gefragt, denn es ist an der Zeit zu handeln. Doch passen Sie auf, dass Sie das Richtige tun.

In der Umgangssprache heißt es: "Wer wagt, gewinnt". Es könnte aber auch heißen: "Wer nicht mit dem Feuer spielt, der kann sich nicht verbrennen". Besonders der zweite Fall hat im derzeitigen Marktumfeld eine große Bedeutung. Die Anleger sind immer noch zu sorglos und glauben an die Sicherheit allzeit steigender Kurse. Sie sind zu sehr von den letzten Jahren verwöhnt, als die die Aktienmärkte auf jede Schwäche immer wieder gestiegen sind.

Jetzt drängt es all diejenigen zum Kauf, die die fallenden Kurse als günstige Gelegenheit interpretieren. Es sei daran erinnert, dass Aktienmärkte in Zyklen verlaufen. Der Markt kann nicht immer steigen. Es könnte genauso gut sein, dass die Preise erst am Anfang eines Rutschs sind. Wir haben zum Ende des letzen Monats bereits gefragt, ob der DAX 1000 Punkte fallen kann. Derzeit ist das Risiko fallender Kurse deutlich höher als die Chancen auf steigende Kurse. Das gilt es nicht außer Acht zu lassen.

Wer jetzt mutig sein will, wer jetzt sein Geld riskiert und in das fallende Messer greift, der muss wissen, was er tut. Was oftmals als Mut dargestellt wird, nämlich Kaufen, wenn die Kanonen donnern, ist nichts weiter, als das gute Zureden für das eigene Gemüt. Es ist ganz und gar nicht einfach, sich an solchen Marktphasen auf die Käuferseite zu stellen. All die Käufer, die bei Kursen über 8400 Punkte gekauft haben, schauen jetzt verdutzt.

Und wehe, es beginnt eine militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten, dann werden noch viel mehr Anleger ihren Hut nehmen und die Börse verlassen. Die Kurse werden dann in die Knie gehen. Niemand will in solch einem Umfeld Aktien besitzen oder noch schlimmer, auf steigende Kurse hoffen müssen.

Sie können an der Wucht des nachmittäglichen Abverkaufs erkennen, dass die Bären es nun ernst meinen. Wenn die Marktteilnehmer verkaufen wollen, dann werden sie das machen. Ob Sie als einzelner das gut heißen oder nicht, tut nichts zur Sache. Stellen Sie sich den wildgewordenen Bären nicht in den Weg. Sie müssen keine Aktien kaufen. Sie müssen keine Chancen sehen, wo vielleicht keine sind. Versuchen Sie nicht, günstige Kurse zu sehen, wo doch „günstig“ nur relativ ist.

Sie haben immer die Wahl. Das heißt, sie können kaufen, verkaufen oder auch nichts unternehmen. Sie müssen zu keiner Zeit in den Markt gehen. Tun Sie sich keinen Zwang an. Diese letzte Option wird allzu oft vergessen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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