Service

Selten lagen Freud und Leid einer Stopp-Loss-Funktion so nahe beieinander wie am gestrigen Handelstag. Am Vormittag stürzte der DAX kurzfristig ab und die Anleger waren froh, dass sie ihr Kapital abgesichert hatten. Anders am Nachmittag. Der DAX holte die Verluste teilweise wieder auf. Diesmal ohne den Anleger, der jetzt ausgestoppt war. Das war für manche ein Grund für Unmut. Auch wenn sich die Laune des Anlegers nicht gleich erhellt, er hat alles richtig gemacht.

Am gestrigen Tag konnte man beobachten, wie wichtig ein Stopp-Loss-Auftrag ist. Deshalb nämlich, weil der DAX aufgrund eines Raketenstarts im Mittelmeerraum plötzlich nach Süden rauschte. In diesem Moment war jeder Trader froh, dass er seine Position mit einer Sicherung versehen hatte. Kaum war das Gerücht (wurde später bestätigt) durchgereicht und kein Militärschlag im Gange, stieg der DAX wieder. Die Trader, die nun ausgestoppt zusehen mussten, begannen zu fluchen, da sie nun ihren Verlust realisiert hatten und gleichzeitig eines positiven Kursverlaufs beraubt waren.

Wer so denkt, wie soeben beschrieben, der befindet sich auf dem Holzweg. Denn nachdem der Trader jetzt weiß, wie der Markt verlaufen wäre, kann er leicht schimpfen. Ach, hätte er keine Stopp-Loss-Order angelegt, denkt er sich. Was wäre jedoch gewesen, wenn der Markt doch eine kriegerische Handlung erkannt hätte und dann um weitere 100 Punkte gefallen wäre?

Darüber macht sich der Anleger wenig Gedanken. Hier liegt auch sein Fehler. Die Stopp-Loss-Funktion wird ja genau deshalb genutzt, um sich vor Überraschungen, eben wie der gestrigen, zu schützen. Genauso muss man auch die Funktionsweise interpretieren. Wenn etwas Unerwartetes geschieht, soll der automatische Verkaufsauftrag den Trader vor größeren, bei Hebelprodukten gar vor Totalverlust schützen.

Hätte, Wenn und Aber haben an der Börse keinen Platz. Wer sich auf dünnes Eis begibt und glaubt, er könne jederzeit reagieren, wenn etwas Unerwartetes geschieht, der täuscht sich. Gestern kam der überraschende Kurssturz aufgrund eines Gerüchts, aber auch Fehlfunktionen von Handelscomputern oder auch der Ausfall von Handelsplattformen sind nur wenige Beispiele, wo jeder Trader froh ist, dass er sich selbst und sein Geld in Sicherheit wägen kann.

In 9 von 10 Fällen ist dieser Schutz sinnvoll. Sollte es mal einen Tag geben, an dem das ausnahmsweise nicht so ist, dann ist das kaum der Rede wert. Ein Stopp-Loss-Auftrag ist das Sicherheitsnetz des Anlegers. Es schützt vor unerwarteten Marktreaktionen und schützt auch vor der eigenen Unfähigkeit. Eine Stopp-Loss-Funktion ist wichtig, daran sollte kein Anleger zweifeln.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Share This