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Die Weltgemeinschaft bereitet sich auf einen Militärschlag gegen Syrien vor. An solchen Tagen müssten die Kurse an den Börsen fallen. Die Aktionäre sind scheue Wesen und mögen keine unkontrollierte (Kriegs) Aktionen. Vor allem mögen sie keine Unsicherheit. Aus diesem Grund müssten die Kurse nachgeben. Stattdessen zeigt sich nicht nur der deutsche Aktienmarkt erstaunlich stabil, aber wieso?

Eine einstudierte Reaktion unter Marktteilnehmern ist das Zusammenzucken, respektive das Einknicken der Kurse, sobald von einem Krieg oder einem Militärschlag die Rede ist. Es ist einfach ein Instinkt, der die Anleger zum Verkauf animiert. Solange niemand etwas Genaues weiß, werden Aktien verkauft. Erst wenn der Krieg begonnen hat bzw. die Militäraktion durchgeführt wird, trauen sich die ersten Käufer wieder auf das Parkett.

Ganz anders heute. Obwohl hinter den Vorhängen mit hoher Sicherheit gerade ein Militärschlag gegen Syrien koordiniert wird, juckt das die Börenteilnehmer anscheinend nicht. Der DAX hält sich stabil über der 8400-Punkte-Marke. Die amerikanischen Futures zeigen sich ebenso unbeeindruckt. Da reibt sich manch einer die Augen. Ein Krieg, und keine Reaktion an den Märkten?

Der Grund ist, dass die Anleger den Blick für das große Ganze verloren haben. Die Gier und der Tunnelblick lassen die Anleger nur noch auf steigende Kurse hoffen. Nichts anderes mehr wird an den Börsen toleriert. Die Mehrheit der Wertpapierbesitzer will seine Aktien nicht hergeben, um bloß nicht einen weiteren Kursanstieg zu verpassen. Wenn viele Anleger so handeln und ihre Aktien nicht verkaufen wollen, dann kann der Markt auch nicht fallen.

In solch einem Marktumfeld  befinden wir uns gerade. Die Investoren wollen Geld und Rendite sehen. Nicht sehen wollen sie einen kriegerischen Konflikt, der ihnen die Kurse verhagelt. Dennoch, an der Börse kann kein externes Ereignis ohne Auswirkungen bleiben. Sobald die Strategie abgesprochen ist, wie man in Syrien vorgehen will, wird auch die Börse mit einer kleinen Verspätung auf den geplanten Militäreinsatz reagieren.

Wie so oft in der Vergangenheit schon zu erleben war, wird dann schnell ein Schreckensbild von der Börse gemalt und von Überraschung gesprochen werden. Überraschen sollte das jedoch niemanden. Es braut sich gerade ein Konflikt zusammen, bei dem es nicht nur um Syrien geht. Hier geht es um den Westen (USA, Europa) gegen den Osten (Russland, China). Dieses Kräftemessen wird nicht ohne Kursverluste an den Aktienmärkten von statten gehen.

Warten wir noch ein paar Tage und sehen, wie überrascht die Anleger reagieren werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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