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Bald ist es soweit. In Deutschland finden wieder Bundestagswahlen statt. Für viele Bürger findet der Wahlkampf im entfernten Berlin statt, denn niemand hat das Gefühl, dass es bei diesen Wahlen um den Bürger und um seine Interessen geht. Also fragt sich der besorgte Wähler: Wen soll ich denn wählen?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Wenn man als Wähler, aufgrund von Familie, nicht bereits gepolt ist, gestaltet sich die Antwort auf die obige Frage schwierig. Die Lage ist nämlich wie folgt.

Viele Wähler denken, die CDU könne man nicht mehr wählen, da sie das Land zu sehr mit dem Verlauf der Eurokrise verbunden hat. Der Bürger sieht, im Gegensatz zur Regierung, das Schlimmste noch vor sich.

Ebenso ist es die CDU, die die Banken alternativlos gerettet hat und dabei Milliarden Steuergelder ausgegeben hat. Gleichzeitig hat sie vermieden, bei den Finanzinstituten unangenehme Fragen zu stellen. In dieser Hinsicht kann die Regierung mit ihrer Arbeit zufrieden sein. Die Banken freuen sich auch.

Weniger zufrieden kann der Bürger mit der Haushaltskonsolidierung sein. Trotz Rekordsteuereinnahmen ist es dem Finanzministerium nicht gelungen, ohne Neuverschuldung auszukommen. Das treibt den Wählern die Sorgenfalten auf die Stirn.

Doch was sind die Alternativen? Die SPD wollen viele Wähler gar nicht erst in den Mund nehmen. Diese Partei steht für nichts mehr. Sie war es, die seinerzeit die Banken von der Leine gelassen hat. Sie hat das Risiko für den Steuerzahler bewusst freigesetzt.

Gleichzeitig hat sie ihre Wähler, nämlich die Arbeitnehmer, aus den Augen verloren. Die SPD galt lange Zeit als die Stimme, die sich für die Angestellten und Lohnempfänger eingesetzt hat. Das ist heute betrachtet fast eine vergessene Zeit.

Heute ist die SPD orientierungslos, sie weiß nicht, was sie will. Das merkt man auch in diesem Wahlkampf. Die SPD ist in dieser Verfassung keine Alternative für die Wähler.

Da wären für einige Wähler die Grünen vielleicht eine Partei, die man wählen könnte. Diese Partei ist leider ebenfalls ohne Plan und ohne Ziel. Alles, wofür sie gekämpft hat, wurde von den großen Parteien angepackt, so dass den Grünen die wichtigen Themen fehlen. Man hat sich gar dazu hinreißen lassen, dass man den deutschen Kantinen einen fleischlosen Tag vorschreiben wollte. Die Grünen sollten erfahren genug sein, dass man mit Bevormundung keine Wählerstimmen gewinnen kann.

Da wäre noch die gelbe „mehr-netto-vom-brutto“ Partei. Sie hat es mit diesem Täuschungsmanöver bei ihrem letzten Wahlkampf bei den Wählern vergeigt. Man kann den Aussagen dieser Partei einfach nicht mehr glauben.

Diejenigen Wähler, die der FDP ihre Stimme geben, können diese auch gleich in die Tonne treten. Die FDP ist zu klein, um eigene Akzente zu setzen. Die CDU hört gar nicht mehr auf ihren Koalitionspartner. Die FDP ist ebenso wie die Grünen ohne Profil und ohne eigene Richtung.

Wie man unschwer erkennen kann, ist die Auswahl für den Wähler gering. Diejenigen, die den Mist eingebrockt haben (CDU), kann man nicht wählen, die Alternativen darf man nicht wählen. Was bleibt also?

Etwas Sorge haben die Parteien vor der neuen Partei AfD (Alternative für Deutschland). Sie steht für ein Ende der alternativlosen Eurorettungspolitik der Regierung. Sie hätte auch nichts gegen ein Ende des Euros, wenn es Deutschland nützen würde. Zu anderen Themen, die Deutschland betreffen, hat sie jedoch noch keine abschließende Meinung.

Würde diese Partei viele Stimmen erhalten, dann könnten diese den großen Parteien fehlen. Deshalb bemühen sich die renommierten Parteien, die AfD als eine Partei hinzustellen, die der Wähler nicht wählen soll.

Welcher Partei der Bürger seine Stimme (ab)geben soll, ist bei dieser Bundestagswahl besonders kompliziert. Diejenigen, die bereits regieren, will man nicht wählen, die Alternativen sind so schwach, die will man auch nicht wählen. Diese nun vorherrschende Leere in der deutschen Politiklandschaft zeigt deutlich, wie sehr sich die Parteien von ihren Wählern entfremdet haben.

Daher ist es umso verständlicher, dass der Bürger Schwierigkeiten hat, sich auf irgend eine Partei einzulassen. Die Parteien müssen diese Stimmung im Lande aufnehmen und für Veränderungen nutzen. Aber es geht ja gar nicht um den Bürger.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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