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Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer. So ist auch der aktuelle Anstieg der K+S Aktie erst einmal wertneutral einzustufen. Viel wichtiger ist die Frage, wann das Gemetzel ein Ende hat. Wann, so fragen sich die Investoren, wird der Kursverfall stoppen. Um eine Antwort geben zu können, wann die Aktie zur Ruhe kommet, muss innerhalb des Charts weit zurückgeblickt werden. Um genau zu sein: acht Jahre.

Innerhalb von wenigen Tagen hat die K+S Aktie 40% an Wert verloren. Es wurde vermutet, dass Leerverkäufer diesen Wert ins Visier genommen hatten. Es könnte also sein, dass sich Investoren auf diesem Weg eine goldene Nase verdient haben.

Der Vorgang ist ein ganz einfacher. Investoren leihen sich Aktien und verkaufen diese am Markt. Sie trommeln gleichzeitig ganz laut, dass diese Aktie überteuert ist und animieren immer mehr Anleger zum Verkauf ihrer Anteile. In der Folge kommt es zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Investoren verdienen daran, dass sie den Kursverfall richtig vorhergesagt haben. Nach dem Preiseinbruch kaufen sie ihre vorher verkauften Aktien zu viel günstigeren Kursen am Markt zurück und freuen sich über den Gewinn (Kursdifferenz mal Anzahl der Aktien).

Ein anderer Grund für den Einbruch des Aktienkurses ist die fundamentale Lage des Unternehmens. Aus der Zusammenarbeit mit dem russischen Partner Uralkali wurde plötzlich ein Wettbewerber. Dieser will seine Produktion deutlich erhöhen und wird somit den Preis für Kali drücken. Im Extremfall müsste K+S ihre Produkte vielleicht unter dem Herstellungspreis verkaufen. Das wäre brandgefährlich. Aus diesem Grund ist der Preisverfall der Aktie nachzuvollziehen. Anleger flüchten aus diesem Wert.

Umso verständlicher ist nun die Frage der noch investierten Anleger, wann der Aktienkurs sich beruhigen wird. Der folgende Chart gibt die Antwort:

Monatschart: Stand 16,90 Euro

k+s-aktie-07082013

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Der erste Eindruck, den der Betrachter gewinnt, ist, dass die Verluste der letzten Tage im Vergleich zu den Verlusten Mitte 2008 nur Peanuts sind. Damals fiel die Aktie von knapp 100 Euro auf 30 Euro. Turbulenzen müssen die Aktionäre dieses Unternehmens also gewöhnt sein.

Doch bleiben wir bei der Frage, wo der aktuelle Kursverfall sein Ende hat. Dabei lässt sich eine Unterstützungszone ausfindig machen, die sich in den Jahren 2005/2006 gebildet hat. Sie verläuft bei 13,33 Euro. Sie macht einen so starken Eindruck, dass Sie zumindest temporär einen Halt des Abverkaufs erzwingen könnte. Mit der Berührung dieses Kursbereichs wird sich dann eine Gegenbewegung in Gang setzen können.

Dennoch, der Chart ist arg angeschlagen. Finger weg, ist die beste Entscheidung, die ein Anleger bei diesem Wert treffen kann. Allen anderen wünschen wir viel Kraft, um die weiteren Turbulenzen zu überstehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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