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Manche Dinge sind einfach zu weit hergeholt, als dass man sie sofort glauben mag. Damit ist nicht die unglaubliche Ausspähaktion der USA gemeint. Nein, hier geht es um den Aktienmarkt. Diejenigen Anleger, die Aktien kaufen wollen, können nicht mehr und diejenigen die können, wollen nicht mehr. Dem DAX geht langsam die Luft aus. Ein Fall von dem aktuellen Niveau ist jetzt jederzeit möglich.

Sie kennen möglicherweise das Beispiel eines Kindes, das schon sehr viele Spielsachen besitzt. Es ist soweit gesättigt, dass ein weiteres Spielzeug nur für sehr kurze Zeit sein Interesse weckt. Kurz darauf erschlafft die Aufmerksamkeit wieder. So ist auch das derzeitige Verhalten der Anleger am Aktienmarkt einzuordnen.

Die Stimulation der Zentralbanken entfacht kein Feuer mehr in den Augen der Anleger. Zu sehr ist das Argument von frischem Kapital als Grund für den Anstieg der Börsen verbraucht worden. Auch wenn viele Käufer sich mühen, andere Marktteilnehmer von der Sinnhaftigkeit eines Aktienerwerbs zu überzeugen. Die Botschaft wird am Markt nicht mehr aufgenommen.

Die Liquiditätshausse ist durch die Zentralbanken in Gang gesetzt worden und wurde durch den Anlagemangel der Investoren zum Leben erweckt. Die Kurse sind daraufhin gestiegen, die Käufer hatten ihren Gewinn. Viele Investoren stellen sich nun die Frage: Was nun?

Genau an diesem Punkt befindet sich der Aktienmarkt. Bullen und Bären messen Ihre Kräfte. Für jedes Lager gibt es gute Gründe. Das Hin und Her hat zur Folge, dass der DAX in einen Seitwärtsmarkt schwenken wird. Das bedeutet kurz- bis mittelfristig fallende Notierungen, mindestens unter das letzte Tief bei 7655 Punkten.

So sieht das Chartbild aus: Stand 8318 Punkte.

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(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

 

Bei jeder Notierung über 8300 Punkten (und unter 8557 Punkten) ist der DAX anfällig für ein abruptes Ende des derzeitigen Anstieges. Getragen wird die aktuelle Phase der steigenden Kurse von der Hoffnung vieler, der Anstieg am Aktienmarkt möge ewig so weitergehen. Vergessen wird da der Einbruch der Kurse im Juni dieses Jahres, der die Verkaufsbereitschaft der Anleger angekündigt hat.

Sobald Zweifel unter der Marktteilnehmern über die Stärke des Aktienindex aufkommen, wird es spannend. Der Glaube, es werde zu neuen Hochs im deutschen Index kommen, würde dann einer negativen zukünftigen Markterwartung weichen. Dann werden viele Anleger sich schnell aus dem Aktienmarkt verabschieden wollen und ihre Aktien verkaufen. In der Folge würden die Preise für Aktien fallen. Diese Verlustphase würde den DAX ganze 1000 Punkte drücken.

Solche ein Fall wäre beachtlich. Das klingt, jedenfalls heute zu unglaublich, als dass der Anleger es glauben mag.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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