Indikatoren-Trading

Wer sich an der Börse mit dem sogenannten Trading beschäftigt, der wird bestätigen können, wie faszinierend diese Disziplin ist. Es lockt das schnelle Geld, der Ruhm und die Macht über die Kursbewegungen. Die positiven Eigenschaften können jedoch schnell in negative umschalten, wenn der Trader nicht mehr ohne die Börse kann. Wenn er immer nur am Rechner sitzt, wenn er die Märkte permanent verfolgt, wenn der Trader das Gefühl hat, er muss ständig investiert sein, dann ist die Schwelle zur Sucht bereits übertreten.

Das Wort Sucht hat etwas von Krankheit. Das passt nicht so ganz in das seriöse Umfeld der Investition, bei der Profis scheinbar wissen, was sie tun. Trotzdem ist die Sucht unter Tradern sehr weit verbreitet. Man kann sich das vorstellen wie die Sucht nach Zigaretten oder Kaffee. Der Trader wird von seinem Rechner magisch angezogen. Er denkt nur noch an den Markt und überlegt, welche Chancen er gerade verpasst und welche Gewinne ihm entgehen, wenn er nicht investiert ist.

Diese Form der Sucht lässt sich für jemanden, der sich nicht mit Trading beschäftigt, schwer vorstellen. Für Außenstehende kann ein Anleger den Rechner herunterfahren und dann ist Schluss mit Trading. Für den Süchtigen ist das ganz und gar nicht der Fall. Für den Trader ist der Markt allgegenwärtig. Ist der Handel in Deutschland vorüber, dann geht es in den USA weiter. Schließt der Handel in den USA, dann geht es in Asien weiter. Für den Trader ist die Börse somit immer geöffnet. Er kann zu jeder Zeit verfolgen, wie sich die Stimmungsveränderung der Markteilnehmer auf die Kurse auswirkt. Somit steht der Trader immer unter Strom.

Ist er investiert, dann zieht es ihn immer wieder zu seinem Rechner. Er will verfolgen, wie es um sein Investment steht, und verfolgt jede Kursveränderung. Bei positivem Kursverlauf fragt er sich, ob er seinen Gewinn nicht realisieren soll. Er würde gerne die Gewinne laufenlassen, traut sich aber nicht, länger im Markt zu bleiben. Mit Gewinnen umzugehen ist schwierig, doch das gilt natürlich auch für Verluste. In diesem Fall sucht der Trader magisch nach Gründen, warum es seinem Investment bald wieder bessergehen wird. Er verfolgt alles und jede Nachricht, welche die Stimmung an den Märkten so verändern könnte, um seiner Markterwartung zu entsprechen. Er kann einfach nicht vom Marktverlauf ablassen.

Dabei kann man besonders gut verfolgen, wie der Markt den Trader in seinen Bann zieht. Der Trader ist dann nicht mehr Herr seiner Gedanken. Er will nicht, er muss, zum Beispiel nach Meldungen suchen, er muss nach dem aktuellen Kursstand und Kontostand sehen, er muss sich in Foren informieren, wie andere über seinen Basiswert berichten. Wenn ein Trader Dinge tun muss, dann ist er bereits süchtig. Das will der Betroffene zwar nicht wahrhaben, das ändert jedoch nichts an seinem Zustand.

Süchtig sein bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur die extreme Form, bei der ein Trader verwahrlost, verloren und panisch ist. Das wäre im Endstadium der Sucht der Fall. Nein, allein schon der permanente Drang nach den Finanzmärkten zu sehen, ist schon eine Sucht. Dies betrifft viel mehr Trader, als man glauben mag. Es sind ganz normale Menschen, die sich gedanklich nicht vom Trading lösen können. Denken Sie mal nach, wie oft Sie selbst dem eigenen Drang nachgeben, handeln zu müssen.

Es ist nicht zu leugnen, Trading macht süchtig. Sich diesem Zustand zu stellen und über die eigenen Handlungsweisen nachzudenken, ist bereits ein wertvoller Schritt in die richtige Richtung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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