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Lange hat man sich an den Aktienmärkten als stählern erachtet. Kein Problem konnte so groß sein, dass es das Geld der Zentralbanken nicht lösen konnte. Genau jetzt haben sich die Vorzeichen geändert, denn jetzt ist Geld das Problem. Damit ist Unruhe unter die Marktteilnehmer gekommen. Was man bisher nicht für möglich gehalten hat, schleicht sich so langsam ein, nämlich stetig fallende Kurse. Aber noch herrscht keine Panik, oder doch?

Besonders der Kursverlauf von heute Vormittag ließ viele Anleger verdutzt zurück. Bis zur Bekanntgabe der Ifo-Zahlen um 10 Uhr war eine positive Grundstimmung vorhanden, die Anleger zunächst Aktien erwerben ließ. Der Montagmorgen eignet sich gut für eine positive Erwartungshaltung. Die letzte (schlimme) Woche ist Vergangenheit. Die Verluste hat der Anleger gefühlt hinter sich gelassen. Mit neuem Elan will man sich nun im Markt etablieren. Da die Kurse, ausgehend vom Top, recht ordentlich gefallen sind, kommt hier ein Denkfehler ins Spiel.

Die Privatanleger sehen Chancen für einen Einstieg in den Markt. Das kann folgende Gründe haben: z.B. weil Kurse gefallen sind, Aktien im Preis günstig erscheinen oder man felsenfest an einen nicht enden wollenden Trend glaubt. Privatanleger können sich ein Ende steigender Kurse nicht vorstellen. Das liegt in der Natur ihres Wesens. Sie müssen vom Gegenteil überzeugt werden, indem sie Verluste einfahren.

Gleichzeitig agieren die institutionellen Anleger am Markt. Sie sehen die Verkaufsbereitschaft im Markt und suchen Chancen, um auszusteigen. Sie verhalten sich gegenteilig zu den Privatanlegern. Da sind so positive Starts in die Woche eine gute Gelegenheit, die eigenen Aktien zu verkaufen. Nachdem die Anfangseuphorie vorüber war, sackte der DAX in sich zusammen. Zu viele Verkaufsaufträge ließen ihn in die Knie gehen. In wenigen Minuten wurde aus einem kleinen Plus ein deutliches Minus. Die Abgabebereitschaft im Markt ist nicht erst seit heute hoch.

Trotz der deutlichen Minuszeichen glauben (oder hoffen) viele Anleger, dass sich das bald ändert und es wieder aufwärtsgeht. Dieser Gedanke ist konträr zu der Geschwindigkeit, mit der der Markt fällt. In nur wenigen Wochen hat der DAX 900 Punkte verloren, was 10% Minus sind. Das ist nicht ohne und sollte zur Vorsicht machen.

Es ist an der Börse alles zu jeder Zeit möglich. Es kann durchaus schon sein, dass der Abverkauf, der die viele Luft in den Aktienkursen entweichen lassen soll, bereits begonnen hat. Je länger man sich solch ein Umfeld nicht vorstellen kann, umso öfter folgen Minustage.

Der Anleger gewöhnt sich nach einer gewissen Zeit an die Verkaufstage und flüchtet dann in den Hoffnungsmodus. Er fängt an, fallende Kurse zu begründen, dass sie z.B. zum Aktienmarkt dazugehören. Genau das hat derselbe Anleger zur Zeit nur steigender Kurse ignoriert. Erst wenn die Panik wirklich aufkommt, dann ist der Zug meist abgefahren und für viele Anleger der Zeitpunkt zum Verkaufen (scheinbar) verpasst.

Der Grund: Man hat den Crash nicht kommen sehen und war deshalb die ganze Zeit mittendrin.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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