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Das ging aber schnell. Noch vor wenigen Tagen hat der DAX bei 8500 Punkten notiert. Heute schon unter 8000 Punkten. Schnell ist das Geschrei unter den Anlegern groß. Manch einer ist wütend auf sich selbst, weil er sich von der Börse hat locken lassen. Einige Anleger hinterlassen jetzt einen bemitleidenswerten Eindruck. Der böse Markt fällt und man selbst kann nichts dafür, ist die Geste. Die Wahrheit lautet: Ganz im Gegenteil.

Ein wenig geknickt sind die Anleger schon. Scheinbar hat sich der DAX von seiner kraftvollen und nimmermüden Art verabschiedet und zeigt plötzlich Schwächen. In solch einem Umfeld wollte man nicht investiert sein und doch befindet man sich nun inmitten eines unsicheren Marktes.

Die beiden großen Problemherde sind die Marktflutung in Japan und das Entfluten des Marktes durch die amerikanischen Notenbank FED. Diejenigen, die auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage in Japan durch eine große Liquiditätsflutung erhofft haben, stehen etwas begossen im Regen. So wie der Nikkei alle paar Tage abstürzt, glauben das die Anleger auch nicht mehr.

Sie hätten nur über das große Wasser schauen müssen. In den USA versucht man auch schon seit Jahren, mit viel Geld zum Erfolg zu kommen. Das hat jedoch nicht geklappt. Die US-Wirtschaft kommt einfach nicht vom Fleck und der Konjunkturmotor will nicht anspringen.

Wieso sind die Anleger nun überrascht? Warum plötzlich dieser Stimmungswandel? Als Betrachter ist man schnell verwundert, wieso die Stimmung so schnell kippt. Was hatte man denn mit einem Investment erhofft, bei dem die Kursveränderungen fast schon zufällig passieren? Der Aktienmarkt ist in einer Zeit, in der Computer dominieren und Gelddruckerei eine Hauptrolle spielt, unberechenbarer geworden.

Wer bei dem irrationalen Hin und Her die Nerven verliert, der sollte sich nicht im Aktienmarkt tummeln. Derjenige, der im Markt investiert ist, sollte sich eine saubere Absicherung überlegen, damit keine größeren Verluste angehäuft werden.

Diejenigen, die erst kürzlich eingestiegen sind, stehen nun im Börsenregen. Ein Kursverlust von 500 Punkten im DAX ist noch kein Beinbruch. Wichtiger ist der plötzliche Stimmungswandel. Noch vor wenigen Tagen herrschte eitel Sonnenschein und nun haben sich dunkle Wolken im Börsenhimmel breitgemacht. Viele haben nicht mit nachgebenden Kursen gerechnet und zeigen sich nun getroffen von dem Schicksal, das ihnen widerfahren ist. Nun wird Trübsal geblasen.

An der Börse ist kein Raum für Selbstmitleid. Jeder Investor entscheidet für sich und muss für seine Entscheidungen geradestehen. Das gilt für gute und für schlechte Tage. Den Nackenschlag, den die Anleger von der Börse erhalten haben, sollten sie nutzen, um über ihre Haltung zu ihrem Investment nachzudenken.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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