Indikatoren-Trading

Der Blick auf den Goldpreis tut weh, denn dem Edelmetall wird übel mitgespielt. Drei, gar vier Prozent im Minus notiert er heute. Der Schuldige für dieses Kursdesaster ist sogleich ausgemacht. Es soll die FED sein. Tatsächlich hat die Kursschwäche nichts mit der amerikanischen Notenbank zu tun, denn sie hatte sich bereits im Wochenchart angekündigt. Jetzt wird nur ein Vorwand gesucht, um abzuladen. Schmerzhaft ist der Anblick dennoch.

Die naheliegendste Antwort, warum der Goldpreis heute fällt, ist, dass der Markt heute in Verkaufslaune ist. Sowohl gute als auch schlechte Aktien verlieren heute. Starke Branchen geben genauso nach wie schwache. Heute wird Liquidität aus dem Markt genommen. Das äußert sich in allem, was schon in der Vergangenheit gestiegen ist. Viele Anleger erachten den Goldpreis als zu hoch, sie sind geneigt zu verkaufen. Andere, die bei höheren Kursen nicht verkauft haben, sind nun auch bereit zu verkaufen. Sie schmeißen sozusagen hin.

Der Chart des Goldpreises lädt nicht zum Kaufen ein. Der Ausschnitt ist aus unserem letzten Artikel „Gold: Im Wochenchart schwinden die Kräfte“ vom 10.06.2013 bei einem Kursstand von 1380$/uz.

goldpreis-wochenchart-10062013

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Das letzte Tief bei 1321$ ist heute Intraday gerissen worden. Wenn dieses bis zum Tagesschluss nicht verteidigt werden kann, und danach sieht es derzeit aus, dann folgen weitere Verluste. Direkt und zügig wird dann der Kursbereich bei 1200$ angesteuert werden. Das würde auch mit den Aktienmärkten harmonisieren. In dem Fall würde der DAX unter die 8000er-Marke rutschen und weitere Verkäufe auslösen.

In einem Verkäufermarkt ist es eben so, dass alles verkauft wird. Das kann dann auch so blutige Formen annehmen wie beim Gold, dem wirklich übel mitgespielt wird. Das ist nicht mehr schön anzusehen. Im Moment muss der Edelmetallinvestor die Situation so hinnehmen, wie sie ist: Schmerzhaft, jedoch nicht zu ändern.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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