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Das ganze Leben lang streben die meisten Menschen nach mehr Geld. Für Unternehmen gilt das auch. Es muss immer mehr sein, koste es, was es wolle. Jetzt sind wir in einer Phase, in der soviel Geld wie nie zuvor die Welt beglückt und dennoch geht es den Bürgern nicht gut. Das bedeutet nicht anderes, als dass Geld nicht glücklich macht. Ganz im Gegenteil, die Sorgen nehmen zu, denn Geld lässt sich zwar herstellen, jedoch nicht steuern.

Obwohl durch die Zentralbanken besonders viele Milliarden in die Welt gesetzt wurden, hat nur die Finanzindustrie etwas davon. Diejenigen, die eigentlich von den günstigen Zinsen und der hemmungslosen Gelddruckerei profitieren sollten, nämlich Bürger und Unternehmen, gehen leer aus. Das Geld will einfach nicht in die Wirtschaft strömen. Will nicht oder darf nicht, muss man besser fragen. Denn in Wirklichkeit geben die Banken das Geld nicht her.

Ein ganz untrügliches Zeichen, dass die Banken bei der Vergabe des Geldes nicht mitspielen wollen, ist der Fakt, dass die Dispozinsen nicht gesenkt werden. Nicht falsch verstehen, die Menschen sollen sich nicht mit dem Dispokredit verschulden. Jedoch sollte der Mechanismus richtigerweise so sein, dass billige Leitzinsen auch zu billigeren Dispozinsen führen müssten. Dass billiges Geld vorhanden ist, wird nicht geleugnet, dass die Zinsen historisch niedrig sind, auch nicht, und dennoch gibt es für die Menschen keine Vergünstigung in Form von sinkenden Zinsen. Bei den Zinsen auf Einlagen sieht das natürlich ganz anders aus, dort wurden die Zinsen nach unten angepasst.

Früher wurde Geld durch Arbeit verdient. Jemand hat gearbeitet, dabei seine Hände schmutzig gemacht und sich den Rücken krumm gearbeitet. Heute wird Geld durch Zentralbanken gedruckt oder durch Spekulation gewonnen. Beides ist falsch und dennoch hat sich diese Vorgehensweise in das Leben der Menschen eingeschlichen. Es gilt als akzeptiert, dass die Banken mit Geld risikoreiche Geschäfte machen und damit nicht nur ihr eigenes Unternehmen in Schieflage bringen.

Unternehmen können ebenfalls den Hals nicht vollkriegen. Immer höher sollen die Einnahmen sein. Dass dabei die Mitarbeiter auf der Strecke bleiben, weil sie von ihrem Subunternehmen unterdrückt werden, ist nicht von Interesse. Hauptsache, die Planzahlen werden erfüllt, ja gar übertroffen. Das wiederum freut die Aktionäre, also auch diejenigen, die nicht arbeiten, um ihr Geld zu vermehren.

Die Zentralbanken haben gerade das Problem, das ausgeschüttete Geld, welches keine positive Wirkung auf Wirtschaft und Staat gebracht hat, wieder einzusammeln. Auch hier zeigt sich die Schieflage im System. Die Zentralbank hatte versprochen, dass sich der Erfolg des billigen Geldes irgendwann einstellen werde, es müsste nur lange genug gedruckt werden. Das hat nicht gestimmt. Auch nicht der Wahrheit entsprochen hat die Tatsache, dass die Zentralbanken immer vorgegeben haben, sie können das freigesetzte Geld jederzeit wieder einsammeln. Dass sie das nicht können, sieht man an den vielen undeutlichen Auskünften in den vielen Pressekonferenzen der Zentralbanken. Sie haben nämlich Angst vor den Konsequenzen solch eines Schrittes.

Die Sorgenfalten sind Bernanke, Draghi und Co anzusehen. Trotz des vielen Geldes ist von Glück und von Zufriedenheit in der Bevölkerung nichts zu sehen. Die Chefs der jeweiligen Zentralbanken haben es nicht geschafft, blühende Landschaften zu erschaffen. Und es heißt immer, mit Geld ist alles möglich. Von wegen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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