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Die Krise nimmt kein Ende und es zeigt sich, dass die Krisenretter keinen Plan haben, um sich aus diesem Teufelskreis zu befreien. Man erkennt die immer gleichen Handlungsmuster wie Konjunkturprogramme und Zinssenkungen. Das jedoch führt nicht zu einem Erfolg, sondern verschlimmert die Lage nur. In der Folge werden die bekannten Maßnahmen erneut und deutlicher angewandt, das wiederum vergrößert die Krise. Es ist ein Kreislauf, der ins Verderben führt.

Besonders deutlich lässt sich die Ausweglosigkeit an den Zentralbanken ablesen. Egal, ob in Europa, Amerika oder Japan, alle haben das gleiche Problem. Sie haben die Krise zu keiner Zeit verstanden und dadurch alle die gleichen Fehler gemacht. Sie haben Zinsen gesenkt und gehofft, dass die Wirtschaften aller Länder von selbst auf die Beine kommen. Das hat aber nicht geholfen, also wurden die Zinsen noch weiter gesenkt. In den USA sind sie bereits seit Jahren bei Null Prozent (0-0,25%). Aber auch das brachte keinen Erfolg.

Jedenfalls nicht für die Volkswirtschaften. Es kam jedoch zu Blasenbildungen im Immobilien- und im Aktienmarkt. Beides ist kurzfristig für die Investoren erfreulich, langfristig gehen Blasen immer auf Kosten der Allgemeinheit. Den Ursprung für die jetzige Rally haben die Zentralbanken gelegt. Aber nicht nur in den besagten Märkten wird fleißig investiert. Das Interesse an Unternehmensanleihen steigt ebenso deutlich, da Anleger bereit sind, höhere Risiken einzugehen, denn andere (sicherere) Anlagemöglichkeiten stellen keine Alternative mehr dar. Unternehmen können sich auf diesem Weg leichter finanzieren als bei der Hausbank. Auch am Markt für Unternehmensanleihen ist eine Blasenbildung im Gange.

Die Politik des billigen Geldes hat natürlich ihre Nachteile. Besonders Sparer leiden darunter. Sie verlieren real ihr Geld, da die Inflation höher ist als der Zinssatz, den man für das Sparvermögen erhält. Noch komplizierter wird es bei dem Großkapital, da sich dieses über die Bondmärkte finanziert. Auf dem Anleihemarkt ist kaum noch Rendite zu erwirtschaften, das bringt Versicherungen und Fonds in Schwierigkeiten.

Wie man sieht, der Kreislauf ins Verderben ist bereits deutlich am Laufen. Die Zentralbanken verantworten  die Konsequenzen, die sie bisher noch ignorieren. Es kommt nicht von irgendwo, dass sich die Staaten in dieser Phase der Krise besonders still verhalten. Das hat seinen Grund. Konjunkturprogramme wurden am Anfang der Krise aufgesetzt. Man verfolge nur Japan, dort gibt es Konjunkturprogramme seit 20 Jahren und es bringt immer noch nichts. Jetzt, wo kein Geld mehr in der Staatskasse ist, versuchen einige Staaten, die Steuern zu erhöhen, aber auch das geht nicht, wenn die Bevölkerung nicht in der Lage ist, diese zu bezahlen. Also verhält sich der Staat still. Er hofft auf die Zentralbanken, welche jetzt eine dominierende Rolle eingenommen haben.

Die Zentralbanken agieren jedoch in bekannter Manier. Nachdem die Zinssenkungen nichts gebracht haben, hat man sich entschlossen, fehlendes Geld zu drucken. Auch hier ist man auf dem Irrweg. Denn je mehr gedruckt wird, umso mehr wird der Markt danach verlangen. Nur zu einem Erfolg wird das nicht führen. Vor allem führt es nicht zu einem Umdenken. Verlierer dieser Politik ist die eigene Währung, welche durch das neu erschaffene Geld im Wert verliert.

Die Lage klingt ausweglos, was sie wohl auch ist, da die Staaten und Zentralbanken die Gelegenheit für eine angemessene Reaktion verpasst haben. Sie hätten rechtzeitig Finanzinstitute geordnet Pleite gehenlassen sollen, der Staat hätte das Geld, das für die Bankenrettung ausgegeben wurde, für andere Dinge einsetzen sollen. Die Zentralbanken hätten ihre Unabhängigkeit nicht hergeben sollen.  Das alles ist jedoch nun zu spät.

Die Krisenretter haben es nicht geschafft, sich aus dem Kreislauf zu befreien. Der Ausblick bleibt somit negativ.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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