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Anleger haben meist nur Augen für ihre Wertpapiere, für ihren Markt und für ihre Unternehmen. Andere Börsen werden nur verfolgt, wenn es große, marktbeeinflussende sind, so wie die amerikanischen. Dabei gibt es bei den anderen auch spannende Dinge zu sehen, denn in letzter Zeit häufen sich deutliche Kursverluste. Das ist meist überraschend. Vor allem jedoch sind die Kursverluste sehr stark und das sollten die Anleger nicht ignorieren.

Zunächst hat der Nikkei Index von sich reden gemacht, als er an einem Tag um 7% fiel (23.05.2013). Da waren die Sorgenfalten unter den Investoren besonders deutlich zu sehen. Grund war ein schlechter Einkaufsmanagerindex aus China. Da in unserer heutigen Welt kaum noch jemand auf seine eigene Wirtschaft achtet, sondern nur hofft, dass die chinesische Konjunktur nachlässt, haben die japanischen Anleger Angst bekommen und schnell verkauft. Das hatte schon panische Auszüge.

Doch der Nikkei ist nicht alles. Jetzt haben wir mit dem türkischen Börsenindex ISE100 einen neuen Index, der an einem Tag deutliche Kursverluste verkraften musste. Dieser verlor an einem Tag 10% an Wert (03.06.2013). Das ist besonders harter Tobak und schwer zu verdauen. Den Grund haben die Anleger in den Protesten in der Türkei ausgemacht.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Anleger die deutliche Bereitschaft haben, ihre Aktien ohne Zögern auf den Markt zu werfen, wenn die Euphorie schwindet. Früher waren 3-4% Kursverluste viel. Dieser Tage reden wir bereits von 7% (Japan) oder gar 10% (Türkei) Tagesverlust. Wenn verkauft wird, dann richtig. Es sollte bedacht werden, dass vor allem große Investoren auf Gewinnen sitzen.

Die letzten Jahre waren gute Börsenjahre, da haben sich gute Gewinne angesammelt. Daher werden die großen Anleger nicht zögern, ihre Anteile im Plus zu veräußern, egal zu welchem Preis. Diesen Willen sollten vor allem Privatanleger nicht außer Acht lassen. Auf jeden Fall sollte die blinde Verkaufswut nicht unterschätzt werden.

Man stelle sich nur mal vor, der DAX würde an nur einem Handelstag um 10% einknicken. Das wären grob 820 Punkte. Der Index würde mit einem Schlag bei 7460 Punkten notieren. Die Medien würden von einem Blutbad sprechen. Von Panik wäre die Rede und von Anlegern, die nicht mehr weiter wissen.

Der DAX muss natürlich nicht sofort einbrechen. Die Möglichkeit sollte nur im Hinterkopf behalten werden, dass wenn der Schalter auf Verkaufen gelegt wird, dass dann die großen Markteilnehmer gnadenlos verkaufen werden. Das ist die Erfahrung, die man aus den anderen, in diesem Artikel erwähnten Kursverlusten, mitnehmen sollte.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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