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Die Krise um die europäische Währung Euro ist unter anderem deshalb aufgetreten, weil unterschiedlich starke Wirtschaften der Eurozone gezwungen wurden, die gleiche Währung zu nutzen. Nun haben wir den Fall, dass Südeuropa kaum noch wettbewerbsfähig ist, Mittel- und Nordeuropa jedoch schon. Noch immer herrscht also ein Ungleichgewicht in der Eurozone. Damit es zu einer Besserung kommen kann, müssten sich die Wirtschaftsleistungen annähern. Südeuropa kann jedoch nicht besser werden.

Derzeit herrscht wieder einmal Stillstand in der Eurokrise. Nichts Bewegendes wird gemeldet, keiner rührt sich. Notleidende Staaten leiden und diejenigen, denen es noch gut geht, die melden sich mit schlauen Ratschlägen zu Wort. Gelegentlich wird eine Diskussion angestoßen, wie zum Beispiel eine Lockerung des Spardiktates. Solch einem Vorschlag wird dann aus Deutschland schnell vehement widersprochen. Beim Betrachter kommt das Gefühl auf, es passiere etwas. Im Grunde ist das aber nur eine Illusion. Es herrscht Stillstand.

Fakt ist trotzdem, dass es den südlichen Ländern sehr schlecht geht. Sie sind bereits seit Jahren in der Rezession. Ein Ende des Elends ist nicht zu erwarten. Die Hoffnung auf eine Besserung schwindet. Es fehlt an Geld und vor allem an Arbeit. Ohne Arbeit kein Wachstum, und ohne Wachstum keine Besserung der Lage. Das Wachstum allein alle Probleme löst, wird angezweifelt, jedoch ist das die offiziell vorgegebene Richtung aus Brüssel.

Damit die Eurozone eine Zukunft hat, müssen die südlichen Nationen gesunden. Aber wie? Darauf ist schon seit Jahren keine Antwort gefunden worden. Vielleicht weil man keine hat?

Gepredigt wird, dass Portugal, Griechenland, Spanien und Co. nur lang genug sparen müssen, dann würde es mit der Konjunktur auch wieder klappen. Nicht ausgesprochen wird, dass eine solche Vollbremsung Kollateralschäden mit sich bringt, die man in Nordeuropa und besonders in Deutschland nicht einsehen will.

Die Folge des Spardiktates ist eine noch größere Armut, noch höhere Arbeitslosigkeit und vor allem ein noch stärkerer Einbruch der Konjunktur in den Krisennationen. Aus diesem Teufelskreis gibt es bisher kein Entrinnen.

Der Euro scheint an diesem wirtschaftlichen Ungleichgewicht in der Eurozone zu zerbrechen, denn er kann die starken Wirtschaften in Mittel- und Nordeuropa nicht mit den schwachen aus Südeuropa ausbalancieren. Somit erhöht sich der Druck auf die Währung Euro mit jedem Tag, an dem keine ganzheitliche, homogene Wirtschaft in der Eurozone erreicht wird.

Damit der Stillstand ein Ende hat und damit gehandelt wird, um ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern, muss sich in diesem Konstrukt etwas bewegen. Im Volksmund sagt man: Wenn der Berg nicht zum Propheten gehen kann, dann muss der Prophet zum Berg gehen. Wenn also die Nationen in Südeuropa nicht besser werden können, dann muss sich etwas in den starken Nationen tun. Muss Deutschland schlechter werden, damit die Eurozone gerettet werden kann?

Nein, ist die richtige Antwort. Deutschland muss nicht schlechter werden und die erarbeitete Leistungsfähigkeit abgeben. Deutschland muss sich nur trauen, aus der Eurozone auszutreten und damit das Euro-Experiment, das von Anfang an ein Fehler war, zu beenden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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