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Worüber beschweren sich die Kritiker, wenn die Zentralbanken zügellos Geld drucken? Sie schaffen Geld, die Staaten haben dadurch welches, niemand leidet Not. Jeder geht seiner Arbeit nach und Fußball regiert die Welt. Verfolgt man den Werdegang all der hemmungslosen Geldflutung, dann hat sich eine Normalität eingeschlichen, die durchaus gefährlich ist. Denn jeder weiß, dass Geld nicht aus der Luft erschaffen werden kann. Nicht ohne böse Konsequenzen.

Die Aktienmärkte markieren Rekordwerte und die Anleger freuen sich. Diejenigen, die neu investieren, erreichen sofort Pluswerte im Deport. Diejenigen, die schon länger am Markt sind, haben schon beachtliche Gewinne erwirtschaftet und gieren nach mehr. Krisenstaaten brauchen Geld, welches sie über die verschiedenen Rettungsfonds auch bekommen. Scheinbar ist immer Geld da, um zu helfen.

Würde man nicht über den Tellerrand blicken, müsste man als Betrachter meinen, alles sei im Lot. Vor allem muss man daran zweifeln, warum die Leute immer noch Kritik an der Verschuldung des Staates üben, oder den Zentralbanken nicht trauen, obwohl diese so viel Gutes tun. Es wird geklagt, obwohl alles seinen Gang geht. Manch einer könnte sogar sagen, es könnte in alle Ewigkeit so weitergehen.

Jeder könnte Aktien kaufen und den Markt noch weiter ansteigen lassen. Jeder könnte Gewinne machen. Damit könnte auch jeder reich werden. So einfach ist die schlichte Schlussfolgerung. Zu einfach, um wahr zu sein, muss man hinzufügen. Ein Scheinanstieg im Aktienmarkt, ein Scheinwachstum in der Wirtschaft oder eine Scheinberuhigung in den Krisenländern ist eben nur eine Illusion.

Der Aktienmarkt steigt, weil das Geld im gleichen Tempo an Wert verliert. Wer Geld in Aktien hatte und Plus erwirtschaftet hat, konnte seine Kaufkraft aufrechterhalten. Alle anderen haben gelitten, wenn sie auf Bargeld oder einem Sparkonto sitzen. Sofern immer frisches Geld hinzukommt, kümmern sich die Staaten nicht um ihre Schulden. Sie sind ein Teil eines Schneeballsystems. Sie nehmen Schulden auf und geben das Geld aus. Kommt der Moment der Rückzahlung, wird einfach neues Geld geliehen. Alle Staaten arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Die Geldschwemme kommt ihnen zugute.

Die Geldflut hat einen angenehmen Anschein erweckt, dass alles gut in der Welt ist. Jedenfalls glauben das viele, die sich mit den Abhängigkeiten im Finanzsystem nicht befassen. Diejenigen, die die Lage der Wirtschaft anhand der Aktienkurse ausmachen, freut es ebenfalls. Banken sind schon länger die Gewinner der Geldschwemme. Sie erhalten billiges Geld von der Zentralbank und erwirtschaften Rendite im Eigenhandel. Seit vielen Monaten gewinnen die Bankinstitute Milliarden pro Quartal.

Das viele Geld der Zentralbank ist kein Grund zur Freude, sondern ein Grund zum Trauern. Denn es wird nie genug Geld vorhanden sein. Es wird frisches Geld gedruckt und ausgegeben, gedruckt und ausgegeben.

Im Grunde wird hier live eine Währung zerstört. Wir sind Zeitzeugen. Das ist nicht nur mit dem Euro so, sondern auch mit dem Dollar und dem Yen. In einem Wahn des richtigen Handelns haben sich die Zentralbanken entschlossen, Geld zu entwerten. Die Folgen sind schädlich für alle, dass will man heute jedoch nicht sehen.

Es ist niemandem geholfen, einen Geldschein in den Händen zu halten, der keinen Wert besitzt. Das zu verstehen ist nicht kompliziert. Genau das ist jedoch die Folge der Geldflutung. Ein Grund zum Klagen ist daher mehr als gegeben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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