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Die Bankenwelt hat wieder Spaß im Finanzkasino. Geld ist genug da, die Gewinne sprudeln in Milliardenhöhe und das pro Quartal. Wer jetzt neidisch auf die Banken blickt, während der Staat pleite ist, der ist nicht allein. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren die gleichen, die jetzt ihre Zigarren mit Dollarscheinen anzünden, mittellos und von der Pleite bedroht. Nur durch die alternativlose Hilfe der Bürger konnte diese Branche überleben. Was ist nun der Dank?

Wer die Milliardengewinne der Banken sieht, der muss sich vorkommen wie in einem anderen Film. Wie kann ein Unternehmen, das nichts produziert und nichts "Werthaltiges" verkauft, soviel Geld pro Quartal erwirtschaften? Das will dem einfachen Bürger nicht in den Kopf, da er ja für 1 oder 2 Prozent Inflationsausgleich kämpfen muss. Zudem kommt hinzu, dass die Banken ja nicht die Unternehmen aus der Wirtschaft mit Geld versorgen, sondern das billige Geld der Wirtschaft gar nicht zur Verfügung stellen. Das Geld der Zentralbank bleibt bei den Banken.

Und trotzdem haben die Banken scheinbar einen Weg gefunden, wie sie aus Wasser Wein machen können. Sie verdienen Milliarden, scheinbar ohne Risiko. Dass hier etwas faul ist, liegt auf der Hand. Wer viel verdienen will, muss viel riskieren, wer viel riskiert, der kann auch verlieren. Dieser Mechanismus funktioniert derzeit in der Bankenwelt nicht mehr.

Es geht gar nicht mehr darum, welche Strategien eine Bank hat. Zum Beispiel, ob sie sich mehr um das Privatkundengeschäft konzentrieren oder andere Ziele verfolgen will. Nein, es geht nur darum, welche Bank am Ende des Quartals die Erwartungen erfüllt und welche diese übertrifft. Es geht gar nicht mehr um Arbeit im herkömmlichen Sinne.

Die Banken haben von den Zentralbanken einen Weg geebnet bekommen, mit dem sie ohne Arbeit und ohne Risiko wieder zurück auf die Sonnenseite des Lebens gewechselt sind. Dabei haben sie schnell vergessen, wer sie vor dem Ertrinken gerettet hat. Vergessen sind die Tage, an denen die Bankenwelt an den Lippen der Steuerzahler gehangen hat. Vergessen sind die vielen Milliarden, die der Staat im Namen seiner Bürger mühsam aufgebracht hat, um die Finanzjongleure auf den Beinen zu halten.

Der Bürger hat recht, wenn er jetzt ratlos ist. Das muss man auch sein, wenn man diese unglaublichen Summen sieht, die hier scheinbar wieder verfügbar sind. Jedoch nicht für die Retter, sondern für die Zocker. Das ist das, was nicht nur ratlos, sondern auch wütend macht. Wenn also die Banken soviel Geld erwirtschaften, dann müsste es doch einen Weg geben, dass die Allgemeinheit etwas davon hat.

Es wäre richtig, wenn der Gerettete seinem Retter auch Dankbarkeit zeigt. Bisher ist nichts davon zu sehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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