Service

Merken Sie den Wandel auch? Zu Beginn der Eurokrise, da durfte sich nichts ändern, alles musste so bleiben, wie es ist. Die Banken mussten gerettet werden, die Staaten durften nicht pleitegehen, der Euro durfte nicht angezweifelt werden, Staaten mussten unbedingt sparen und die Bankeinlagen waren unantastbar. Und jetzt? Plötzlich ist alles bisher Gesagte null und nichtig. Auf ein Mal denkt man offen über Plan B nach. Kommt so der erste Stein ins Rollen?

Barroso sagt, man müsse den Staaten, welche die EU knechtet, aber mit dem Wort „Rettung“ versieht, auch Unterstützung zukommen lassen. Man könne sie nicht immer nur sich selbst überlassen und nur auf das Sparen drängen. Das ist das, was Deutschland fordert und auch bekommt. Plötzlich wird diese Haltung von der EU angezweifelt, von den anderen Staaten sowieso hinterfragt. Wer die Gans schlachtet, die goldene Eier legt, der wird keine weiteren mehr bekommen. So sollte Deutschland auch hinterfragen, ob das zu Tode Sparen einer anderen Nation sinnvoll ist, denn an wen soll der Exportweltmeister seine Produkte verkaufen, wenn keine Käufer mehr da sind. Etwas Weitsicht wäre angebracht.

Das bringt uns zu der Haltung von Frau Merkel bezüglich eines Euroaustritts. Den europäischen Gedanken hat sie immer verteidigt, jedenfalls nach außen hin. Es wurde und durfte zu keiner Zeit an der europäischen Idee gezweifelt werden. Dazu gehört auch der Austritt eines Landes aus der Gemeinschaft. Plötzlich wird offen über Plan B gesprochen. Plötzlich könnte man sich auch einen vorübergehenden Austritt eines Landes vorstellen. George Soros hat vor geraumer Zeit den Austritt Deutschlands aus der Eurozone gefordert. Zum Wohle der anderen Staaten natürlich, so hat er das formuliert.

Nun sind Erspartes und Vermögen in Europa nicht mehr sicher. Jedes Steuerschlupfloch wird nun ausgehoben, jede CD aufgekauft, jede zum Zwecke der Steuerhinterziehung  gegründete Off-Shore-Firma aufgespürt. Vor allem sind die Bankkunden in Sorge um ihre Einlagen, da diese nicht mehr sicher sind, wie man in Zypern gesehen hat. Ganz unverblümt werden jetzt auch schon Kunden auf einen Verlust ihrer Einlagen vorbereitet, welche kleiner als 100.000 Euro sind. Der Bankkunde müsse für die Rettung einer Bank aufkommen, heißt es. Vor allem wird solch eine Aussage so oft wiederholt, bis auch jeder diese Aussage im Schlaf wiederholen kann. Am Ende soll das als notweniges Übel akzeptiert werden. Richtig ist jedoch, dass der Bankkunde mit seinen Einlagen nichts für die Eskapaden und die eingegangen Risiken einer Bank kann. Egal, im Moment will man dem Sparer sein Geld wegnehmen.

Und was ist mit der Rückkehr zur D-Mark? Offizielle Umfragen wollen vehement keinen Wunsch der Bürger nach "ihrer" früheren Währung erkennen. Gleichzeitig gewinnt die neue Partei AfD "Alternative für Deutschland" immer größeren Zulauf. Diese Partei will jedoch einen Austritt aus dem Euro und eine Rückkehr zu nationalen Währungen. Das passt gar nicht zusammen. Es wird zurzeit um die Währung Euro heiß diskutiert und das ist gut so.

Die Dinge sind derzeit besonders im Wandel. Was man früher für unmöglich gehalten hat, ist plötzlich einen Gedanken wert. Von einem Gedanken zu einem Plan (B?) ist es nicht weit. Und von einem Plan zu einer Ausführung ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. Es braucht nur ein kleiner Stein ins Rollen zu geraten, damit sich große Dinge in Europa verändern. Dass überhaupt schon über Alternativen geredet wird, zeigt den besagten Wandel. Von nun an ist alles möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Share This