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Der Goldpreis ist am Absacken. Plötzlich herrscht Pessimismus für die Anlage in Gold, egal, wo man hinsieht. Obendrein würde auch die Zentralbank von Zypern Gold veräußern wollen, das würde dem Goldpreis (gefühlt) den Rest geben, so jedenfalls berichten die Medien. Obendrein würde Goldman Sachs Short gehen, so sagt sie jedenfalls. In Wirklichkeit ist alle Dramatik nicht der Rede wert. Die Panik ist geschürt, jedoch unnötig.

Hört und liest man die aktuellen Meldungen zum Verlauf des Goldpreises, dann kann jedem Anleger nur Angst und Bange werden. So dramatisch, vor allem negativ, wird berichtet. Scheinbar will man herausarbeiten, dass Gold seine besten Tage schon gesehen hat. Folglich kommt es in der Berichterstattung zu der Schlussfolgerung, „Wer bis jetzt nicht verkauft hat, der sei der Dumme“. Das wiederum bringt Unruhe in die Gedankenwelt des Edelmetallanlegers. Dieser ist geneigt, seine bisherige Haltung aufzugeben (Investition wegen Werterhalt) und die kurzfristigen Verluste (Investition wegen Spekulation) zu beklagen. Es gibt keinen Grund, an der ursprünglichen Haltung zu Gold zu zweifeln.

Besonders dann nicht, wenn sich der Anleger im Vorfeld den Chart des Goldpreises angesehen hat. Dann wäre er wegen des Kursverfalls nicht überrascht gewesen. Das würde die Dramatik aus der derzeitigen Interpretation des Goldpreises nehmen. Die drei Möglichkeiten, die das gelbe Edelmetall hat, hatten wir Mitte März bereits erläutert (hier).

Hinzu kommen die dramatischen Berichte um den Ausverkauf der zypriotischen Goldreserven. Diese wird in den Medien so deutlich aufgebauscht, dass man sich fragen muss, welche Absicht dahinter steckt.

In der Finanzwelt, in der mit Milliarden und Billionen gerechnet wird, soll das kleine Zypern durch den Verkauf seiner Reserven in Höhe von 14 Tonnen den Goldpreis in die Tiefe reißen. Das glaubt doch niemand. Zudem soll nicht der ganze Bestand, sondern 10 Tonnen davon veräußert werden, was etwa 400 Millionen Dollar entspricht. Im wahrsten Sinne des Wortes nicht der Rede wert. Und dennoch wurden die Medien nicht müde, dies als Vorwand zu nehmen, um den Goldpreis als stark unter Druck zu interpretieren.

Und zu guter Letzt ließ sich auch die Bank Goldman Sachs letzte Woche blicken, um den Goldanlegern noch einmal besonders Angst zu machen. Sie seien sich sicher, dass der Goldpreis weiter fallen wird und empfehlen, dass ihre Kunden Short gehen, also auf fallende Kurse setzen sollen. Diese Information wurde rechtzeitig lanciert, als sich der Goldpreis an seine untere Begrenzungslinie des Seitwärtskanals näherte.

Sie merken schon, man will es dem Goldpreis zeigen. Man will deutlich machen, wie sinnlos, gefährlich und verlustbringend eine Investition in das glänzende Edelmetall ist. Das ist den Gegenspielern des Goldes (Zentralbanken, Medien, Politik) auch gelungen. Anleger gerieten in Panik und verkauften ihre Anteile, besonders am Freitagnachmittag. Daraufhin knickte der Goldpreis ein und fiel unter seine untere Begrenzung.

Jetzt ist es wichtig, sich nicht in die geschürte Panik mit hineinziehen zu lassen. Gold ist ein Werterhaltungsmittel. Es schützt gegen Inflation und gibt Schutz inmitten der vielen Krisen. Leider ist es eben auch ein Spekulationsobjekt und daher muss der Anleger Hochs und Tiefs ertragen. Das gehört zu dieser Investition. Es gibt jedoch keinen Grund, seine Grundhaltung aufzugeben, nur weil sich der Preis, den man einer Unze beimisst, kurzfristig ändert.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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