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Derzeit gibt es keine Jubelmeldungen von der Börse, das tut den Anlegern gut. Zu sehr hatte es der DAX in der Vergangenheit übertrieben. Immer nur nach oben ist auch nicht schön. Am Ende will keiner mehr etwas von einem nimmermüden DAX hören. Es glaubt auch keiner mehr an einen ewigen Anstieg. Daher sind ein paar Tage der Ruhe durchaus vorteilhaft für alle Anleger. Es wird Luft geholt.

Plötzlich redet niemand mehr über die 8000-Punkte-Marke. Keiner mehr von neuen Allzeithochs. Still ist es geworden rund um das Börsenparkett. Das ist auch gut so. Sich ein wenig zurückzunehmen hat noch niemanden geschadet, schon gar nicht den Tradern und Investoren. Etwas Abstand zum heißgelaufenen Marktumfeld ist daher ratsam und nützlich.

Die wesentlichen zwei Nachrichten rund um den Aktienmarkt sind folgende: Der DAX zeigt im Monatschart erste Schwächesignale. Und im Tageschart hat der Index seinen fünfmonatigen Aufwärtstrend gebrochen. Diese beiden Faktoren laden zunächst nicht mehr zum Aktienerwerb ein. Wer nicht drin ist, der wartet jetzt erst mal, wie sich die Korrektur entwickelt.

Vor allem, dass sich die blinde Jubelstimmung verabschiedet hat, ist zu begrüßen. Das hat nicht nur die Medien auf Trab gehalten, sondern auch noch die letzten Unschlüssigen in den Markt gelockt. Die Anlegerschar wusste nicht, wie ihr geschah, und wurde genötigt, in den Markt zu drängen. Das hat sich nun erst mal beruhigt. Das ist schön.

Ferner zeigen nun sinkende Preise, dass Aktienkurse auch fallen können. Das haben in letzter Zeit immer weniger Anleger für möglich gehalten. Aktien kennen eben nicht nur eine Richtung, auch wenn das einige gerne so hätten. Fallende Kurse sind dieser Tage angenehm, tragen sie doch zur Beruhigung der Gemüter bei. Da braucht sich niemand zu grämen, es ist gesund für einen Markt, wenn die Überhitzung abgebaut wird.

An der Börse geht es oft um Schnelligkeit, um richtige oder falsche Entscheidungen und um Verluste und Gewinne. Bei soviel Eile wird es manchen Anlegern schnell zu heiß. Die Hand schwitzt, der Kopf glüht, das Herz pocht. Oft wird bei soviel Druck vergessen, dass der Aktienmarkt sehr einseitig ist. Er sieht nur das Gute, wenn es gut läuft. Die Börse ignoriert absichtlich schlechtere Rahmendaten, um dieses Gefühl lange genug auszukosten. Die Eile im Markt verhindert den ruhigen Blick auf die Realität.

Bei fallenden Kursen entweicht diese positive Sichtweise auf den Aktienmarkt. Solch ein Prozess ist am Ende des Tages für alle Beteiligten gut. Jeder bekommt einen klaren Kopf, um darüber nachzudenken, wie er zu seinem Investment steht und ob ein Neueinstieg Sinn macht. Manch einer kann neue Kräfte sammeln, um sich nach einer Korrektur wieder in den Markt zu trauen.

Die Anleger haben dieser Tage die Möglichkeit, etwas zu Luft zu kommen. Das wird ihnen gut tun.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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