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Die Frage aller Fragen derzeit am Aktienmarkt ist, wie lange dieser unnatürliche Anstieg noch weitergehen soll. Viele trauen dem Anstieg schon länger nicht, was durchaus verständlich ist. Zu wenig spricht für Aktien und zu viel für die Gefahr, die ein Aktienengagement mit sich bringt. Und dennoch flüchten sich Anleger in einen scheinbar sicheren Hafen, nämlich der Unternehmensanteile. Der Aktienmarkt steigt unaufhörlich, jedoch sollte die Spitze bald erreicht sein.

Es ist derzeit schwer, einem Anleger die Risiken des Aktienkaufs zu erklären. Kurse steigen und geben all denen recht, die sich rechtzeitig Wertpapiere zugelegt haben. Allein letztes Jahr hat der deutsche Aktienmarkt, ausgedrückt durch den Performanceindex DAX, knapp 30% zugelegt. Wieso sollte dieser Anleger nun Zweifel haben, dass dieser Anstieg nicht so weitergehen könne? Hinzu kommt, dass die Krisen dieser Welt dem Aktienmarkt offenbar nichts anhaben können. Manch einer spricht schon von relativer Stärke des Aktienmarktes gegenüber anderen Anlageformen.

Die Zeichen an den Börsen der Welt stehen auf Grün und geben all denen Hoffnung, die noch höhere Kurse sehen wollen. Die Zentralbanken vermiesen die Stimmung nicht, indem sie z.B. Leitzinsen anheben. Ganz im Gegenteil, die Zentralbanken der Welt stehen bereit, die Märkte mit noch mehr Geld als bisher zu fluten. Ganz aktuell macht die Bank of Japan (BoJ) von sich reden.

Wer als Aktienanleger noch einen klaren Kopf hat, der müsste sich fragen, ob die bisherigen Maßnahmen der Zentralbank hilfreich waren. Dieser Anleger würde zu dem Schluss kommen, dass immer mehr Geld nie genug war. Vor allem hat es zu keiner Besserung geführt. Das sollte zur Sorge mahnen, denn die Zentralbanken haben mit ihrer Gelddruckerei schon die nächste Blase entfacht, nämlich die am Aktienmarkt. Der Kursanstieg ist daher auf sehr wackligen Beinen und droht umzufallen, sobald der Treibstoff für den Kursanstieg ausbleibt.

Mit Aktienanlage, mit Investition in Branchen und Unternehmen hat nämlich der aktuelle Aktienmarkt nichts mehr zu tun. Das jedoch wollen die derzeitigen Gewinner, das sind die Anleger im Plus, nicht wahrhaben. Erst wenn der Markt stark einknickt, werden die Aktionäre verstehen, dass sie einem Trugschluss zum Opfer gefallen sind, dann ist es meist zu spät.

Die Stimmung unter den Aktionären ist momentan zu ausgelassen. Man fühlt sich sicher im Markt und will den Beobachtern trotzen, die den Anlegern die Pluszeichen nicht gönnen wollen. Die Beobachter wiederum können nicht glauben was sie sehen und schütteln mit dem Kopf. Es war in der Vergangenheit immer so, dass wenn Aktionäre ein Fallen der Kurse nicht für möglich gehalten haben, dass diese dann gefallen sind.

Nur wann genau der Moment der Wahrheit kommt, das lässt sich in so einem illusionierten Marktumfeld schwer bestimmen. Bis dahin bleibt die Frage aller Fragen: Wie lange geht das noch gut?

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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