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An den Märkten sind die Akteure immer am Puls des Geschehens. Sie suchen nach Schnäppchen und wollen dann investieren. Ein unsicherbarer Drang scheint die Teilnehmer zum Handeln zu animieren. Dieser Druck, immer investiert zu sein, ist oftmals kontraproduktiv. Manchmal macht es Sinn, sich zurückzunehmen und die Geschehnisse von der Seitenlinie aus anzusehen, bis sich der Nebel gelegt hat. Im Falle von Silber hat sich das Abwarten als sinnvoll herausgestellt.

Im Januar hatte sich der Preis für Silber kurzfristig positiv entwickelt. Die ersten Akteure machten sich schon Hoffnung, dass im neuen Jahr der Preis wieder steigen könnte. Der Chart unterstützte diese Hoffnung jedoch nicht. Der Silberpreis war zum einen gefangen in einem großen Seitwärtskanal und gleichzeitig eingeengt in einem kleinen Abwärtstrend. Das sah nicht einladend aus, um in Silber zu investieren.

So lautete die Schlussfolgerung aus der dem Artikel: "Silber-Analyse: Finger weg unter 35$"

Das sagt der Chart: Ein Einstieg macht demnach erst Sinn, wenn eine Befreiung stattgefunden hat. Diese Chartmarke liegt bei 35$. Vorher ist zu viel möglich und die Gefahr zu groß, dass der Anleger sich die Finger verbrennt.

Diese Interpretation hat sich als sehr treffend erwiesen. Damals notierte der Silberpreis bei 31,45$. Heute notiert er bei 27,28$. Das ist ein Kursrückgang um 13,25%. Ein zu voreiliger Einstieg hätte zu Verlusten geführt, die nicht hätten sein müssen.

Aktueller Preis für Silber: 27,28$

silberpreis03042013

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Sowohl beim Gold als auch beim Silber ist der Markt geneigt, die untere Begrenzung des großen Seitwärtskanals zu testen. Die drei Möglichkeiten, wie der Silberpreis nun reagieren kann, sind gleich denen (hier) für den Goldpreis bereits vorgestellten.

Für den Moment ist jedoch wichtig, dass der Anleger stark geblieben ist und nicht voreilig eine Position in Silber eröffnet hat. Das kann eine Tradingposition sein, das kann aber auch der physische Kauf sein. In beiden Fällen wäre ein Kauf zu früh gewesen. Die größten Probleme macht sich der Anleger selbst. Er will etwas bewegen, er will aktiv sein, er will Profite. Dieser Hintergedanke drängt ihn immer wieder in den Markt.

Doch viel schwieriger als das Eröffnen einer Position ist genau das Gegenteil. Nämlich nicht zu investieren bzw. abzuwarten, bis der richtige Moment gekommen ist. Jetzt, wo der Silberpreis sich an die untere Begrenzung des Seitwärtskanals angenähert hat, ist ein Einstieg eine Überlegung wert. Denn nun lässt sich mit geringem Risiko (ausstoppen lassen unter der Begrenzungslinie) eine mögliche Gegenbewegung handeln.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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