Indikatoren-Trading

Der DAX hält sich stabil in der Nähe der 8000-Punkte-Marke. Offenbar kann keine Unsicherheit, keine Krise und keine Enteignung der Sparer den Aktienmarkt bremsen. Die Beobachter fragen sich, woran das liegen mag. Warum steigen die Märkte trotz Krise, trotz massiver Veränderungen in Europa und trotz drohender Staatspleite? Die Antwort: Das Geld der Aktionäre ist nicht in Gefahr.

Wenn man die gefühlte Garantie erhält, dass das eigene Investment nicht angetastet wird, dann ist es naheliegend, dass ein Investor immer mehr Geld in diese Anlageklasse investiert. So dominiert der Aktienmarkt schon seit Monaten. Zum einen aufgrund der mangelnden Alternativen, zum anderen aufgrund des billigen Geldes der Zentralbanken. Jedoch ist jetzt noch ein weiterer Grund hinzugekommen. Die Gläubiger werden nicht wirklich zur Rettung eines Unternehmens herangezogen.

Die Euroretter tun wirklich alles, um ein Land zu retten, auch wenn es zum Nachteil des Geretteten ist. Es ist jedoch immer zum Vorteil des Finanzmarktes und zum Vorteil der Gläubiger. Die EZB hat zudem versprochen, den Euro um jeden Preis zu retten. Hinzu kommt, dass die Euroretter und die EZB am längeren Hebel sitzen. Sie diktieren die Bedingungen, wie ein Land gerettet werden soll. Die Retter können die Aktionäre schützen.

Damit erhalten die Finanzmärkte einen Freibrief. Egal wie eine „Lösung“ aussehen mag, es wird nicht die Anteile der Anleger betreffen, keine Bank wird pleitegehen und wenn, dann nicht auf Kosten der Gläubiger. Mit dieser Sicherheit im Rücken lässt sich der Anstieg der Börsen nachvollziehen. Die Denke dabei: Immer schön investieren, es kann ja nichts passieren.

Über solche Nachrichten freuen sich die Börsianer. Egal was in der Welt passiert, egal welcher Krisenherd aufkommt, die Aktien steigen trotzdem. Das muss viele Beobachter verwundern, denn auch der Aktienmarkt birgt Gefahren, die jedoch derzeit nicht von den Marktteilnehmern gesehen werden wollen. Im Moment gilt es, die Möglichkeiten des Aktienmarktes auszunutzen. Immer mehr Geld strömt in die Börsensäle, getrieben vom billigen Geld, das nach Investitionsmöglichkeiten sucht.

Solange niemand an der Börse Geld verliert, ist der Aktienmarkt wie ein Fels in der Brandung. Nichts kann ihn scheinbar erschüttern. Man verfolge nur die letzten Monate und Jahre. Der Markt kennt trotz aller Krisen nur eine Richtung, nämlich nach oben. Die Finanzindustrie steht unter dem Schutz der Zentralbanken und gleichzeitig unter der helfenden Hand der Politik, die den Finanzmarkt als besonders schutzbedürftig hinstellt.

Mit solch einer Deckung kann ein Aktieninvestor immer wieder und immer mehr Wertpapiere erwerben. Er wähnt sein Investment sicher. Solange das so ist, wird es keine großen Verluste geben können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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