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Die Medien feiern die Rettung von Zypern in allerletzter Minute. Rettung, das klingt nach Hilfe, nach Unterstützung, nach Leben. In Wirklichkeit haben die Euroretter geknechtet, gedroht und enteignet. Niemand kann unter diesen Umständen von einer Rettung sprechen. Zypern wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und durfte gar nichts entscheiden. „Friss oder stirb“ war die Devise. Im Falle Zypern ist das Land klinisch gerettet, in Wirklichkeit ist es gestern Abend gestorben.

Das ist kein Witz. Die Euroretter wollen das Land genauso zu Tode retten, wie man das bei Griechenland bereits gemacht hat. Man nimmt ihnen die Grundlage für ihr Geschäftsmodell weg. Das wäre so ähnlich, als wenn man Deutschland verbieten würde, Maschinen und PKWs zu produzieren. Natürlich wird das unter dem Deckmantel der Schwarzgeldbekämpfung kommuniziert, und natürlich helfen die Medien dabei.

Nun, liebe Leser, wirklich jeder weiß doch, dass viele Menschen, die Geld haben, dieses in Zypern anlegen. Das muss nicht mal illegal erworben sein. Das kann auch geerbt, verdient oder erzockt worden sein. Es ist doch nicht erst seit dem Wochenende offensichtlich, dass Zypern ein Steuerparadies ist und war. Allerdings wird es so kommuniziert. Man will ja nicht an das Geld der Bürger, man will die Kriminellen, vor allem aus dem bösen Russland bekämpfen. Niemand weiß jedoch, ob das Geld nicht auch aus Großbritannien oder aus Deutschland kommt. Diese Staaten sind aber als Bösewichte schlecht vorzeigbar, also schießt man sich auf Russland ein.

Die Message, die man überbringen will, ist folgende: Die Euroretter hätten eine kriminelle Gemeinschaft aufgetan, die man jetzt ausradieren will. In Wirklichkeit locken mehrere Staaten in Europa Kapital mit günstigen Steuersätzen. Auch das ist nicht neu und auch kein Geheimnis. Besonders Luxemburg oder Irland arbeiten nach dem gleichen Muster wie Zypern. Demnach müsste man auch diesen Staaten Handschellen anlegen, wenn man die gleichen Regeln anwenden will wie jetzt in Zypern.

Ohne sein Geschäftsmodell ist Zypern hinüber. Es wird nicht durch andere Tätigkeiten Einnahmen generieren können, die diesen Verlust ausgleichen könnten. Das Land hat ja außer Sonne nichts. Das klingt sehr nach einer Wiederholung der Geschehnisse rund um Griechenland. Auch die Hellenen hat man, zu ihrem Wohl, zu Tode "gespart".

Wir sind uns sicher, dass die Handlungen der Euroretter Absicht sind. Man will die betroffenen Länder in die Knie zwingen. Diese Annahme hatten wir bereits in der Vergangenheit in dem Artikel "Eurokrise: Zerstören die Euroretter mit Absicht? " folgendermaßen aufgezeigt:

Mit Sorge verfolgen die Bürger den Verlauf der europäischen Krise. Besonders der Teil, wie mit anderen Nationen umgegangen wird und wie deren Wirtschaften zugrunde gerichtet werden, ist sehr besorgniserregend. Mit Sorge wird auch die immer größere Machtfülle Brüssels verfolgt, die ganz und gar nicht zu einer Demokratie passt. Das absichtliche Ruinieren von Staaten und deren Wirtschaften kann nicht nur Zufall sein, da alle Beteiligten wissen, welche Konsequenzen ihr Handeln hat.

Heute ist kein Tag der Freude, sondern ein Tag der Trauer. Nicht ein Land wurde gerettet, sondern die Euroretter haben wieder ein Land in den Abgrund gestoßen. Zypern wird sich von diesem Dolchstoß nicht erholen können. Unser Beileid.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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