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In den letzten Tagen wurde viel über Zypern geschrieben. Es geht fast immer um Geld und um Machtspiele. Kann die EU dem kleinen Land seine Forderungen aufzwingen oder eine Enteignung in einem fremden Land befehlen, das sind nur einige Punkte. Zypern hat sich tapfer gewehrt und sich nicht unterkriegen lassen. Das alles spielt sich auf politischer Ebene ab, wo aber bleibt die Betrachtung der einfachen Menschen? Über deren Krise schreibt kaum jemand.

Jetzt können die Bürger in Zypern für eine geschlagene Woche nicht an ihr Geld. Was passiert nun während dieser Zeit in dem Land? Bekommen die Menschen Brot und Wasser verteilt, gibt es eine Art Tafel, wo man sich und seine Familie mit dem Nötigsten eindecken kann? Das sind Fragen, auf die die großen Medien keine Antworten geben (wollen). Wenn jemand kein Bargeld zu Hause hat, wie kommt er dann an Hygieneartikel oder andere Dinge des täglichen Lebens?

Sicher, sofern es möglich ist, werden sich die Menschen verbünden und sich nachbarschaftlich helfen. Familien rücken wieder zusammen und helfen einander. Jedoch ist dieser menschliche Aspekt der Krise völlig aus dem Blickwinkel verlorengegangen. Es geht um Menschen. Diese sollten wichtig sein, über die sollte berichtet werden. Vor allem, wenn man sie, wie im Falle Zyperns, über Nacht mit abstrusen Entscheidungen der EU vor vollendete Tatsachen gestellt hat.

Während all der Entwicklungen in der letzten Zeit geht es immer nur um die Rettung von Banken, um mehr Geld für die Gläubiger, es geht fast immer nur um monetäre Dinge. Das ist beschämend für unsere Gesellschaft. Es zeigt jedoch, wie sich die EU entwickelt hat.

In einer Gemeinschaft, die gemeinsame Werte vorweist, sollten Drohungen und undemokratische Handlungen nicht vorkommen, aber genau das macht die EU fast täglich. Das geht zu Lasten der Menschen, die sich zu Recht von der EU abwenden. Da wird auch keine Imagekampagne der EU helfen können.

Die EU hat ihre Bürger als ihr wichtigstes Element vergessen. Weiss die EU noch, was die Bürger Europas wollen und was nicht? Ach ja, die EU vermeidet es zu fragen, sie gebietet nur. Es ist kläglich, mit ansehen zu müssen, wie die EU Werte des demokratischen Miteinanders mit Füßen tritt. Vor allem ist es schlimm, dass die Menschen keinen Wert in den Augen der Eurokraten mehr genießen. Eine Gesellschaft steht und fällt mit ihren Bürgern, nicht mit Geld, das sollte die EU wissen.

Daher ist es umso wichtiger, die Menschen wieder in den Fokus der Berichterstattung zu setzen. Die EU hat die Menschen in Zypern ins Elend gestürzt, und hat sie tagelang von ihren Ersparnissen abgeschnitten, so dass diese keine Nahrung oder Benzin mehr kaufen konnten. Vielleicht auch keine Miete zahlen oder anderen Verpflichtungen nachkommen können. Das alles bleibt in der Berichterstattung aus Zypern "unter dem Teppich". So darf das nicht sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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