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Heute fallen die Aktienkurse. Endlich, möchte mancher sagen. Seit Tagen versucht sich der Index an der 8000-Marke und ist zunächst gescheitert. In der Folge ziehen sich die Anleger  zurück und überlassen den Bären das Feld. Die Aktionäre könnten auch geneigt sein, überhaupt Gewinne zu realisieren und mitzunehmen. Wie man anhand der Verhandlungen rund um Zypern sieht, sind viele Fragen ungeklärt. Wer mit dem Verkauf seiner Anteile zögert, der verliert womöglich Rendite.

An der Börse ist ein Anleger zu jeder Zeit gespalten, ob er verkaufen und seinen Gewinn realisieren, oder ob er Korrekturen aussitzen soll, um durch einen längerfristigen Trend den Gewinn noch zu erhöhen. Diese beiden Fragen sind seine ständigen Begleiter. Oftmals ist der Anleger mit seiner Entscheidung nicht zufrieden. Verkauft er zu früh, dann steigt der Markt weiter. Wartet er zu lange mit dem Verkaufen seiner Aktien, dann ist der (Buch-)Gewinn schnell dahin.

Jetzt treffen im DAX mehrere Faktoren zusammen, die einen weiteren Anstieg, jedenfalls kurzfristig, erschweren. Die Unsicherheit wegen Zypern und der drohende Bankenrun nächste Woche, sobald die Banken ihre Türen öffnen werden, lädt nicht zum Kauf von Aktien ein. Zudem gestaltet sich die Überwindung der 8000er-Marke als schwierig. Kurzfristig orientiert sich der Anleger daher zum Verkauf seiner Anteile und versucht, die kommenden Tage von der Seitenlinie aus anzusehen.

Sollte der heutige, bisherige negative, Handelstag nicht wieder ausgeglichen werden, sondern der Tag auch mit Kursverlusten abgeschlossen werden, dann werden sich vermehrt Anleger mit dem Verkauf ihrer Anteile beschäftigen. In der Folge wird Druck auf die Kurse entstehen, dass diese nachgeben müssen.

Damit stellt sich bereits heute für die Marktteilnehmer die Frage, ob man erst mal zusehen sollte, wie weit die Kurse fallen, oder ob man schnell reagieren und seine bisherigen Gewinne realisieren sollte. Niemand sieht gerne zu, wie das Erreichte dahinschmilzt. Zudem ist nicht gesagt, dass eine Korrektur sich nicht ziehen kann und aus Tagen Wochen und Monate werden könnten.

Viel hängt davon ab, wie sich Russland, die Euroretter, die EZB und das Land Zypern verhalten werden. Im Moment sind die Fronten verhärtet. Eine schwache Hoffnung auf eine Einigung lädt natürlich nicht zum Kauf von Aktien ein. Es gilt: Aktien lassen sich immer wieder erwerben und geben dem Anleger immer neue Chancen auf einen Profit. Daher ist ein Sichern des Gewinns besser als ein Aussitzen einer Korrektur.

Das Sichern erfolgt durch einen vorsorglichen Verkauf der Anteile oder durch ein Setzen einer Stopp-Loss-Order, bei der die Aktien automatisch verkauft werden, sobald ein vorgegebener Kurs unterschritten wird. Es schadet nicht, ein Plus nicht nur auf dem Bildschirm zu sehen, sondern diesen auch in der eigenen Tasche zu spüren. Es hat auch einen psychologischen Effekt, wenn der Anleger sich für seine gute Leistung mit einem Profit belohnt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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