Indikatoren-Trading

Die Enteignung der Sparer in Zypern ist ein Ausdruck von Panik und Ausweglosigkeit. Mit diesem Schritt verliert die EU eine Restglaubwürdigkeit, die sie vielleicht noch hatte. Jetzt ist ihre hässliche Fratze offen zutage getreten. Man will nicht mehr nach Geld fragen, man will nicht mehr retten, man will sich jetzt das Geld der Bürger aneignen. Ob die Bürger sich das gefallen lassen, ist jedoch äußerst zweifelhaft.

Ohne Bürger, die sich knechten lassen, braucht es auch keine EU mehr. Sie hat mit der Enteignung der Sparer in Zypern jegliches Vertrauen verspielt, das sie vielleicht noch hatte. Lange Zeit hat sie in scheinbar wichtigen EU-Gipfeln für die Rettung der Eurozone gekämpft. Scheinbar deshalb, weil es nie um die Rettung von Vermögen ihrer Bürger ging. Nicht in Griechenland, nicht in Portugal und auch nicht in Irland.

Das Einzige, was die Euroretter retten wollten, war  das Großkapital. Die Banken wurden gerettet, indem die Staaten Hilfsgelder erhielten und diese direkt wieder an die Banken zurücküberweisen mussten. Die einfachen Bürger hatten von den Hilfsgeldern nichts. Und woher kamen die Hilfsgelder? Eben von den europäischen Steuerzahlern selbst, die sich ihre Euros mühsam vom Mund absparen mussten.

Bisher ließ sich der Weg gehen, dass man vom Steuerzahler nahm und das Geld an die Finanzindustrie gab. In der Folge ging es den Banken prächtig, Bonuszahlungen flossen wieder ordentlich, von Dankbarkeit und Demut war jedoch nichts zu sehen.

Nun, die Bürger haben bald gemerkt, dass der Verursacher der Krise, die Finanzindustrie, nicht für ihre Taten bluten musste. Die einzigen, die Opfer bringen mussten, waren die einfachen Menschen. Das will man sich nun nicht mehr gefallen lassen.

Aus diesem Grund geriet die EU jetzt in Panik. Rettet sie Zypern nicht, dann fliegt ihr eine unkontrollierte Staatspleite innerhalb der EU um die Ohren. Rettet sie die den kleinen Staat  so wie bisher, also von den Bürgern nehmen und dem Großkapital geben, dann wären die Menschen auf die Straße gegangen und hätten sich das nicht gefallen lassen.

Also greift die EU zu drastischen Mitteln. Sie zwingt nun die Menschen zu bezahlen, indem sie sie enteignet. Das ist ein ganz verwerflicher Schritt und zeigt, wie wenig demokratisch und vor allem wie wenig bürgerfreundlich die EU ist. Die EU hat sich mit der Maßnahme in Zypern ihr eigenes Grab gegraben. Ihr wird niemand mehr glauben, egal was sie sagt oder was sie tut. Sie hat jeglichen Kredit verspielt, genauso wie die Finanzindustrie.

Die europäischen Bürger werden die Diktatur aus Brüssel mit ihren eigenen Mitteln bekämpfen können. Wenn die Finanzindustrie so gefährlich ist, wie man im Allgemeinen hört, und wenn die Banken scheinbar so rettungsbedürftig sind, dann sollte man als europäischer Bürger genau dort ansetzen. Man nehme den Banken einfach das Geld zum Zocken weg. Das kann mit einer einfachen Entnahme der eigenen Spareinlagen geschehen. Davor haben nicht nur die Finanzinstitute Angst, sondern auch die EU und die Europäische Zentralbank. Gegen die massenhafte Entnahme der Sparvermögen kann nämlich die EU nichts machen.

Ein Bankenrun kann bereits in Kürze eintreten. Die Menschen sind nervös. Sie haben Angst, dass das, was in Zypern passiert ist, auch anderswo in Europa passieren kann. Man muss sich nur mal vorstellen, wie gierig die EU ist. Der deutsche Finanzminister Schäuble wollte in Zypern gar eine 40% Enteignung durchsetzen. Zum Glück kam er mit seiner Forderung nicht durch.

Die EU hat den letzten Draht zu ihren Bürgern an diesem Wochenende verloren. Sie kann jetzt machen was sie will, niemand wird ihr noch Glauben schenken. Vor allem werden sich die Bürger offen gegen eine undemokratische EU aussprechen.

Die EU hatte die Chance, sich auf die Seite ihrer Bürger zu stellen, das hat sie jedoch nicht getan. Sie hat sich auf die Seite des Großkapitals gestellt und geht nun mit ihm unter. Sie wollte es nicht anders.

Einen Überblick der aktuellen Krisenmeldungen erhalten Sie auf http:://www.krisenblick.de.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

Share This