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In Zeiten in denen Krisen und Inflation drohen, zeigt sich die Anlage in Aktien als neue Alternative. Die Anleger flüchten sich mit solch einem Investment in ein Sachwert, dass Krisen überstehen soll. Ihre Denke dabei: Eine Aktie bleibt eine Aktie. Damit steht die Aktie in Konkurrenz zu der Immobilie und dem Edelmetall Gold. Während der Anleger vor allem beim Gold weiß was er an ihm hat, ist das bei der Aktie nicht der Fall. Die Aktie als Sachwertanlage hat nämlich seine Gefahren.

Zunächst zum Gold. Eine Unze ist eine Unze. Bei Wind und Wetter gehören Ihnen 31,1 Gramm davon. Sofern es sich in ihrem Besitz befindet, ist der Edelmetallinvestor von niemandem abhängig. Er kann sicher sein, dass die Unze auch nach der Krise in gleicher Menge vorhanden sein wird. So kann eine Krise überstanden werden. Im Gegenzug erhält der Investor keine Zinsen und keine Dividende. Von wem auch? Gold verpflichtet niemanden zu einer Zahlungen. Die autarkste Anlagemöglichkeit ist die Anlage in Edelmetalle. Sie ist unabhängig und sicher.

Geht man davon aus, dass beim Investment in Aktien eine Wertsicherung, ähnlich wie bei Gold, stattfinden soll, dann ist das ein Trugschluss. Denn bei Aktien ist man von der Handlung anderer anhängig. Niemand kann also zu beginn einer Krise wissen, ob am Ende der Krise seine Aktien noch den gleichen Wert haben werden.

Zunächst wäre da die unsichere Unternehmensentwicklung. In der Krise kann es sein, dass die Geschäfte deutlich schlechter laufen, das kann bis zu einer Insolvenz führen. Tritt dieser Fall ein, würde die Aktiengesellschaft in die Pleite rutschen und die Wertpapiere des Anlegers würden wertlos werden.

Oftmals hört man, dass Aktien einfach lange genug gehalten werden müssen um eine Krise zu überstehen. Man will auf diesem Weg eine Schwächeperiode aussitzen. Das ist leichter gesagt als getan. Die Gefahr ist nämlich, das der Anleger nicht sicher sein kann, dass seine Aktien eine Krisenphase überstehen werden. In der Krise sinken üblicherweise die Aktienkurse, dadurch werden Unternehmen günstiger und damit interessant für Übernahmen. Große Unternehmen schlucken in solchen Zeiten die Kleinen. Was passiert mit den Aktien der übernommenen Unternehmen? Die Aktionäre werden mit einem aktuellen (viel zu niedrigen) Übernahmepreis abgespeist. Das ist der Moment an dem die Hoffnung man könne eine Schwächeperioden aussitzen ausgeträumt ist. 

Die zweite Variante ist nicht minder nachteilig für den Aktionär des übernommenen Unternehmens. Sie erhalten in einem schlechten Umtauschverhältnis Aktien des neuen Unternehmens. Auch in diesem Fall hat der Aktionär ein schlechtes Geschäft gemacht. Er bekommt jetzt wenig Aktien eines Unternehmens, dass er gar nicht besitzen wollte. In beiden Fällen verliert der Aktionär einen Teil seines Geldes (schlechtes Umtauschverhältnis, Verlust durch Zwangsverkauf seiner Anteile). Zudem hatte sich der Anleger ja in Aktien geflüchtet um in ein Sachwert zu investieren. Jetzt ist es plötzlich raus aus seinem Investment. So hatte er sich das nicht ausgemalt.

Und noch eine Sache macht Aktien brandgefährlich. Die gefürchtete Kapitalerhöhung. Sie wird angewandt um frisches Geld einzusammeln. Commerzbank Aktionäre können ein Lied davon singen. Bei solch einem Vorgang, gibt die Aktiengesellschaft neue Aktien heraus und erhöht damit die Anzahl der Aktien im Umlauf. In der Folge ist jede einzelne Aktie weniger wert, da nun der Gewinn auf viel mehr Aktien verteilt werden muss.

Sie sehen auf viele Dinge hat der Aktionär keinen Einfluss. Die Aktiengesellschaft kann pleite gehen, sie kann übernommen werden oder der Unternehmenswert durch Kapitalmaßnahmen verwässert werden. Sollte man in der Krise hoffen mit Aktien auf der sicheren Seite zu sein, dann soll dieser Artikel Ihnen ein Gedankenanstoß mitgeben, dass Aktien als sichere Anlage nichts taugen.

 

Mit freundlichen Grüßen

ihr

start-trading Team

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