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Einige Notenbanker (der FED) äußerten Zweifel an Sinn und Wirksamkeit der extrem lockeren Geldpolitik. So war aus dem Protokoll der letzten FED-Sitzung eine gefühlte Abkehr von dem bisherigen Weg herauszulesen. Noch ist es zu früh, ein Ende des billigen Geldes auszurufen. Jedoch scheint sich bei einigen Verantwortlichen der amerikanischen Notenbank der gesunde Menschenverstand durchzusetzen. Eben, dass das, was man hier anfacht, schlimme Folgen für alle haben könnte.  

Die Notenbank FED hat nun in ihrem letzten Sitzungsprotokoll einen Funken Hoffnung auf ein Ende der unendlichen Gelddruckerei vernehmen lassen. Nicht dass dies morgen beendet werden würde, jedoch wurden erste Zweifel laut. Das ist insofern neu, da die Börsianer, die Staatsoberhäupter, die Fonds, alle auf eine fortwährende Unterstützung der FED gehofft hatten. So hatte sich der Notenbankchef Bernanke immer gegeben. Sofort reagierten die Börsen auf das mögliche Umdenken. Dow und DAX gaben nach.  

Man denke nur zurück, wie viel Liquidität die FED seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 den Märkten bereits zur Verfügung gestellt hat. Und nun? Würde heute eine Bilanz gezogen werden, wo wäre man da? Wo wäre der Erfolg? Was hätten die Maßnahmen den Menschen und der Konjunktur gebracht? Nichts? Es gibt nichts auf der Haben Seite, das es wert wäre, genannt zu werden. Steigende Aktienkurse sind Schall und Rauch. Sollte man den Faktor Zeit als Gewinn betrachten, dann konnte die FED dies erdrucken.

Vielleicht haben einige Leser die Ausschreitungen am vorgestrigen Generalstreiktag in Griechenland verfolgen können. Vielleicht bekommen die Zentralbanker der FED bereits Sorge, dass die amerikanischen Bürger bald auch drängende Fragen stellen werden. Und da will man nicht als derjenige dastehen, der das Ersparte der Menschen ausgelöscht hat. Oft genug wurde über die berechtigte Sorge geschrieben, dass die Inflation nicht aufzuhalten sei. Sie wird das Ergebnis der ewigen Gelddruckerei sein.

Die Notenbanker sollten auch kalte Füße bekommen. Was ist denn aus dem billigen Geld geworden, das man den Märkten jahrelang zugeführt hat. Es ist in den Aktienmarkt geflossen und hat dort die nächste Blase erzeugt. Jeder weiß, wie sich das Platzen einer Blase anfühlt. Der Druck wird sich entladen müssen, das war schon immer so.

Eine weitere unangenehme Folge des billigen Geldes ist, dass Unternehmen zu Investitionen verleitet werden, nur weil die Zinsen günstig sind. Das ist zwar nicht die Schuld der Notenbank, aber eine natürliche Folge des billigen Geldes. Auch die Bürger lassen sich zu Konsum oder zum Kauf von Eigentum hinreißen, wenn die Zinsen günstig sind. Das alles ist nicht so gewollt. Am Ende ist der Schaden größer als der Vorteil, den man mit den Maßnahmen erreichen wollte. Vor allem weiß die FED um die Folgen der Gelddruckerei, besonders die der Inflation. Noch ist die Geldentwertung (statistisch) kein Thema, aber es wird ein Thema werden und dann sind die Notenbanker in Erklärungsnot.

Es ist nicht zu leugnen, dass die FED mit ihrer bisherigen Politik nicht erfolgreich war. Nicht für die Konjunktur und auch nicht für ihre Bürger. Es ist Zeit zum Umdenken.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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