Indikatoren-Trading

Eine Chartanalyse soll etwas Licht in die Bewegungen des Goldpreises bringen. Nachdem die letzten Wochen von fallenden Kursen geprägt waren, ist nun die Frage, ob eine Beruhigung eintreten wird und sich die Kurse stabilisieren können. Hoffnung haben die Edelmetall-Anleger wenig, denn der Preis will scheinbar nur fallen. Der Blick auf das Chartbild zeigt einen Goldpreis, der sich im Abwärtskanal befindet und der sich kurzfristig stabilieren könnte, um dann erneut abzurutschen.

Die Goldinvestoren haben das Gefühl, dass derzeit sehr viel gegen diese Anlageform spricht. Große Investoren wie George Soros verkaufen ihre Anteile. Die Medien sind ganz still, wenn es um den Fortgang der Schuldenkrise geht. Mehr noch, die Medien sehen die Krise als vorüber an und glauben, dass sich damit auch die Investition in Gold erledigt hat. Weniger Krise bedeutet weniger Flucht in den sicheren Hafen.

Manch einer fühlt sich ganz schön strapaziert vom Verlauf des Goldpreises. Das könnte auch daher kommen, dass man in den letzten Jahren wirklich sehr verwöhnt wurde. Wenn der Goldpreis nun nicht mehr steigt, dann reichen schon kleinere Kursverluste, um sich von diesem Investment zu trennen oder der Anlage in Gold nicht mehr zu vertrauen. Es ist jedoch so, dass der Goldpreis in einer sehr großen Spanne seitwärts verläuft. Es gibt eine obere und eine untere Linie. Dazwischen pendelt der Kurs.

Der Chart zum Goldpreis verdeutlicht die aktuelle Lage:

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zum Vergrößern auf das Bild klicken

 

Bereits im Januar hatte der Goldpreis bei einem Stand von 1690$ mit Widerständen im Chart zu kämpfen. In der Analyse "Goldpreis Chart: Befreiung oder Einbruch?" hieß es:

Die obere Trendlinie verläuft bei ca. 1700$ und deckelt den weiteren Anstieg. In der negativen Variante kämpft sich der Goldpreis auf diesem aktuellen Niveau müde. Noch ein paar Tage in diesem Bereich ohne Raumgewinn und die Investoren werden aufgeben. Es kommt zum Einbruch. Der Goldpreis fällt dann wieder abwärts Richtung 1600$/uz.

 

Aktuelle Einschätzung:

Wie man am Abwärtstrend im Chartbild erkennen kann, fällt der Goldpreis kontinuierlich seit dem letzten Abprall von der 1790$ Marke im Oktober 2012. Solange sich der Kurs innerhalb des fallenden Trendkanals bewegt, ist das Ziel mehr als offensichtlich. Der Goldpreis steuert die untere Begrenzung des Seitwärtskanals an. Ziel ist der Kursbereich um 1530$.

Zunächst einmal kann sich der Preis des gelben Edelmetalls im Bereich 1600$ beruhigen. Das wird jedoch nur ein Geplänkel bleiben und nicht zu einer größeren Bewegung führen. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Verkaufswelle den Schub in Richtung des Zielbereichs einleitet. Kurzfristig könnte sich der Goldpreis nur befreien, wenn er den Abwärtstrendkanal verlassen würde. Ansonsten bleibt alles, wie im Chart ersichtlich.

Wir hatten in dem Artikel "Goldpreis: Es liegt nicht an Soros" schon mal auf die Möglichkeit hingewiesen, dass dem Goldpreis (respektive den Anlegern in Gold) eine Falle gestellt werden soll. Ein Bruch der unteren Begrenzung würde viele Stopp-Loss-Aufträge auslösen und damit viele Anleger aus ihren Positionen werfen. Sollte der Kurs dann schnell wieder in den Seitwärtskanal zurückkehren, dann hätten wir den typischen Fall eines Fehlausbruchs.

Es bleibt spannend.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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