Indikatoren-Trading

Wer glaubt schon die Story, dass der Goldpreis so stark unter die Räder gekommen ist, weil der Investor Soros seine Anteile verkauft hat? Wir nicht. Er hat den Verkauf ja nicht letzte Woche ausgeführt, sondern bereits Ende letzten Jahres. Die Nachricht darüber wurde nur jetzt herumgereicht und das ließ einige Nachahmer das Gleiche machen und sich von ihren Anteilen trennen. In einer Zeit, in der ein Währungskrieg im Gange ist und Inflation die Folge daraus sein wird, muss eine andere Absicht hinter den Goldverkäufen stehen. Was könnte der wahre Grund sein?

Zunächst ist der Zeitpunkt dieser Verkaufsnachricht entsprechend gewählt. Der Goldpreis ist derzeit schwach unterwegs und jede Verkaufsmeldung lässt die eh schon zittrigen Goldinvestoren schnell den Verkaufsknopf drücken. Wenn der Großinvestor seine Bestände verkauft, dann muss es wohl vorbei sein mit dem Bullenmarkt, ist der schnelle Gedanke, der die ängstlichen Anleger überkommt. Also mache sie das, was (gefühlt) alle machen. Erst mal verkaufen.

Die Medien bieten sich in solch einem Fall als Brandbeschleuniger an. Sie verbreiten die Verkaufsnachricht des Starinvestors als Eilmeldung. Sie wird als Grund für die Kursverluste vom letzten Freitag, den 15.02.2013, genannt, was nicht stimmt, da es keinen direkten Zusammenhang mit den Verkäufen gibt.

Man muss wissen, dass der Soros ein Spekulant ist. Er gewinnt, wenn andere Angst haben. Für ihn sind unerwartete Kursschwankungen angenehm. Seine Handlungen sind mit Bedacht gewählt, denn er weiß um seine Macht seiner Worte (und Taten). Er kann Kurse kurzfristig in die eine oder andere Richtung steuern bzw. eine Bewegung in Gang setzen. Er wird auch jetzt kaum von einer langanhaltenden Goldpreisschwäche ausgehen. Wieso sollte er auch? Der laufende Währungskrieg lässt das Vertrauen in die Währungen schwinden. Je mehr Geld im Abwertungswettlauf gedruckt wird, umso größer der Geldwertverlust. Je größer die Geldmenge im Umlauf, umso weniger der Wert des einzelnen Geldscheins. Die Inflation meldet sich.

Der passende Schutz gegen Inflation ist ein Investment in Gold. Das weiß auch der Starinvestor Soros. Was also bewegt den Mann, sich so deutlich auf die Verkäuferseite zu schlagen, obwohl die Indikatoren etwas anderes anzeigen?

Die wohl naheliegendste Schlussfolgerung ist diese: Der Goldpreis soll noch tiefer gedrückt werden, um die untere Trendlinie bei ca. 1530 Dollar zu erreichen (siehe Goldchart). Dort verläuft die untere Linie des Seitwärtskanals und diese Marke hat schon seit einem ganzen Jahr Bestand. Fast alle Anleger sehen diese Marke als allerletzte Unterstützung, dass der Goldpreis nicht in die Tiefe fällt. Wenn somit sehr viele Anleger ihre Aufträge mit einer Stopp-Loss-Order direkt unter diese wichtige Linie gelegt haben, was läge da näher, als sich diese Vorlage (diesen Elfmeter) zunutze zu machen?

Ein Schelm, der diese günstige Einstiegsgelegenheit im Goldchart für kapitalstarke Investoren nicht erkennt. Wenn plötzlich viele Teilnehmer am Markt verkaufen wollen, hält der Spekulant seine Hände auf und sammelt seine Goldanteile ein. Während sich die Masse der Anleger von ihren Anteilen trennt, lacht sich Soros ins Fäustchen (und andere kapitalstarke Investoren ebenso). So ein Fake Ausbruch (ein Fehlausbruch, eine Falle) unter die untere Trendlinie kommt am Markt oft vor. Man spricht vom Rauskegeln der zittrigen Hände.

Wir werden uns mit einer detaillierten Chartanalyse zum Goldpreis rechtzeitig melden. Denn ein Herausfallen aus dem Seitwärtskanal ist natürlich auch möglich. Dann würde der Goldpreis noch tiefer fallen, wie wir hier schon mal geschrieben haben. Es kommt darauf an, zu welchem Zeitpunkt man den Fehlausbruch erkennen kann, dann heißt es schnell reagieren.

Die Folge eines Fehlausbruchs sind stark steigende Kurse. Es ist klar, dass Soros genau über dieses Marktverhalten Bescheid weiß. Machen Sie sich keine Kopfschmerzen über den aktuellen Preisverfall des Goldpreises, sondern denken Sie zwei Schritte vor der Masse voraus, das macht Soros auch. Dann werden Sie weniger überrascht sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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