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Der Goldpreis will seit vielen Monaten nicht mehr steigen. Für einige Investoren ist dieser Zustand nur schwer zu ertragen. Denn sie sehen, dass überall in der Welt die Krisen weiter dominieren und der Goldpreis schläft vor sich hin. Ihrer Meinung nach müsste der Goldpreis viel höher notieren, doch das passiert nicht. Auch wenn Gold ein sicherer Hafen ist, es ist zunächst ein Spekulationsobjekt und wird auch so behandelt. Dazu gehört auch die Schwankung des Preises.

Der Grund, warum der Goldinvestor meint, der Goldpreis müsse bei den augenscheinlichen Problemen deutlich steigen, ist, weil er eine direkte Relation zwischen den Problemen auf der Welt und dem Preis pro Unze erwartet. Diese Beziehung gibt es jedoch nicht. Im Versicherungswesen ist es anders. Dort wird jedes Risiko sofort in die Versicherungsprämie mit eingerechnet. Der Mensch ist es gewöhnt, einen direkten Bezug zu etwas zu erstellen. Oft gesehen sind es die abendlichen Nachrichten von der Börse, bei denen es heißt: "Der DAX fällt, weil …". In Wirklichkeit weiß niemand, warum die Kurse steigen oder fallen.

Die Erwartungshaltung, dass der Goldpreis steigen müsste, weil die Krisen lodern, ist menschlich richtig, aber am Finanzmarkt fehl am Platz. Dort ist Gold nur ein Rohstoff wie viele andere auch. Am Finanzmarkt ist Gold ein Spekulationsobjekt, das manchmal gedrückt werden muss, um nicht "durch die Decke“ zu gehen. Manchmal darf der Goldpreis keine Flucht der Anleger in das gelbe Edelmetall anzeigen. Manchmal fällt der Goldpreis gemeinsam mit dem Markt, weil auch im Gold Gelder sind, die bei fallenden Kursen aus dem Markt genommen werden.

Den Preis von Gold regeln Angebot und Nachfrage, nicht die tatsächliche Lage in der Welt. Wenn mehr Anleger (das größere Kapital) verkaufen will, dann fällt der Preis. Da mögen die Krisen in der Welt lodern und alles für einen Anstieg des Edelmetalls sprechen. Das hilft alles nicht. Derzeit ist auch so eine Zeit, bei der so ein Anstoß fehlt, dass der Goldpreis mal wieder in Schwung kommt. Nur lässt dieser Impuls auf sich warten. Der Goldpreis verläuft noch immer im Seitwärtskanal (hier Chartanalyse Goldpreis), und solange das der Fall ist, wird sich nichts Besonderes im Chart ereignen.

Das ist schwer für die Investoren, welche in Gold und Silber (hier Chartanalyse Silber) investiert haben. Sie haben die Edelmetalle gekauft, um während der Krise zu profitieren. Die Krise ist da und wo ist der Goldpreisanstieg, ist deren Frage. Das ist jedoch nicht die richtige Herangehensweise. Das Investment in Gold und Silber haben sie zunächst gemacht, um ihr Vermögen zu schützen. Profite können die Folge aus dieser Anlage sein, sollte jedoch nicht erste Priorität sein.

Sobald die Krise nicht mehr um Zaum gehalten werden kann, und das wird sie derzeit, dann wird vermehrt "alternativlos" Geld in Gold fließen (müssen). Als Resultat steigt der Preis. Aber auch dann werden die Investoren wieder Fragen stellen, dann jedoch "Warum steigt der Goldpreis?"

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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