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Wer andauernd auf das falsche Pferd setzt, dem wird bald das Geld ausgehen. Ähnliches passiert an der Börse, wenn man einen solchen Handelstag wie den gestrigen zugrunde legt. Der Trader will jeden Rückgang der Kurse zum Einstieg nutzen. Jeder Versuch, sich günstiger in den Markt zu kaufen, wird mit einem weiteren Verlust quittiert. Der Drang zum Handeln wird mit jedem neuen Trade größer, damit auch die Verluste. Die Lösung, aus dem Dilemma herauszukommen, ist ganz einfach.

Niemand sollte einem Trader einen Vorwurf machen. Zunächst ist die Disziplin Daytrading eine wirklich schwere. Hinzu kommt, dass der Markt den Long-Anlegern lange genug Honig um den Mund geschmiert hat. Für eine lange Zeit konnte man mit Long-Investments nichts falsch machen, denn der Markt stieg ja bekanntlich. Das führte zu einer gefühlten Sicherheit. Der Trader denkt sich: "Der Markt wird es schon richten.“ Und es stimmt, am Ende ist der Markt doch gestiegen und der Trader hat recht behalten.

Mit der Zunahme des Selbstbewusstseins kommen dann auch noch Folgeereignisse ins Spiel, wie die Positionsgröße zu steigern und die Stopp-Regel nicht mehr genau zu nehmen. Viele Trader konzentrieren sich nun auf steigende Kurse und springen sofort in den Markt, sobald der Markt einen Kursrückgang liefert. Diese Strategien funktionierten in den letzten Wochen und so stieg das Gefühl der Sicherheit immer weiter an.

Bis so ein Tag kommt wie der gestrige, an dem nichts mehr so ist wie zuvor.

longversuche

Wie man an dem Chartbild sehen kann, kannte der DAX am 04.02.2013 nur eine Richtung. Mit jeder Stunde ist der Index etwas tiefer gerutscht. Stellen Sie sich nun mal einen Trader vor, der eine vorgefestigte Meinung vom Markt hat, wie wir das im oberen Absatz beschrieben haben. Nämlich: Der Markt korrigiere nur. Seine Devise lautet daher: „Die nächste Long-Gelegenheit suchen und einsteigen“. Dieser Trader wird einen fürchterlichen Tag vor sich haben.

Es passiert, was nicht passieren sollte. Mit jedem Kursrücksetzer des DAX erkennt der Trader eine neue Gelegenheit, auf steigende Kurse zu setzen und er will die Chance zum Einstieg nutzen. Er hofft, dass der Index wie all die Tage zuvor wieder kehrt macht und nach oben läuft. Leider wartet der Trader darauf vergeblich und der DAX fällt tiefer. Der Trader wird ausgestoppt. Nun beginnt die Endlosschleife im Kopf vieler Anleger. Jeder noch "günstigere" Kurs wird als weitere Möglichkeit interpretiert, in den Markt zu gehen.

Hinzu kommt, dass der Trader dem Druck zu handeln nachgibt, da er seine Verluste ausgleichen will. Er will handeln, einen Profit machen und sich besser fühlen. Jedoch geht auch der nächste Trade schief. Es sind eben die ganz außergewöhnlichen Tage, an denen viele Trader viel Geld liegenlassen, weil ihnen der Markt (und/oder ihr Kopf) einen Streich spielt.

Eine einfache und essentielle Regel um sich zu schützen, ist folgende: Geben Sie sich ein Limit vor, welche Summe Sie am Tag höchstens verlieren dürfen (z. B. 200 Euro). Wenn dieser Verlustbetrag eingefahren wurde, ist Schluss mit Trading. Egal, wie süß der Markt ruft. Sonst wird Sie solch ein Tag sehr viel Geld kosten. Schützen Sie sich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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