Buchtipp

Die VW Aktie gibt schon seit längerem ordentlich Gas. Das kann sie auch, denn die Fahrzeuge der Wolfsburger liegen im Trend. Die Qualität ist gut, was will das Autoherz mehr? Die positive Geschäftsentwicklung gibt auch das Chartbild wieder. Stetig erklomm dieser Autowert immer neue Höhen und im Chart zeigt sich ein vorbildlicher Trend. Nun stellt sich die Frage, wann der Aufwärtstrend in Frage gestellt werden muss

Die einfache Regel aus dem Lehrbuch würde sagen, dass das letzte Tief relevant ist, um den Verkaufszeitpunkt zu bestimmten. Das letzte Tief im Tageschart liegt bei 170 Euro. Entgegen der landläufigen Meinung ist dieses Tief aber nicht das Tief, das den Aufwärtstrend zu Fall bringt. Der Grund ist folgender: Dieses Tief ist nicht aktiviert worden. Der Aktienkurs der VW Stämme hätte das letzte Hoch bei 175 Euro überbieten müssten. Hat er aber nicht.

Im Chart sieht das wie folgt aus: VW Stämme, Stand: 171 Euro im Tageschart

vw-unter-158

 

Die gestrichelte Linie bei 170 Euro ist das letzte Tief, um das es hier geht. Es greift noch nicht, deshalb muss nach dem vorherigen Tief Ausschau gehalten werden. Dieses liegt bei 158,65 Euro. Das ist der Moment, wo am weiteren Verlauf des Aufwärtstrends gezweifelt wird. Alle anderen Ausschläge zuvor sind noch im Rahmen der Bewegung und müssen abgewartet werden.

Für den Anleger ist das manchmal schwer umzusetzen. Es liegt in der Natur der Sache, dass niemand das Erreichte hergeben will. Jeder möchte zum höchstmöglichen Preis verkaufen. Dieser Drang nötigt dann einige zu einer Kompromisshandlung. Man selbst will bei 175 Euro nicht verkaufen, weil man hofft, es gehe noch weiter hoch. Also nimmt man sich den Chart zu Hilfe und nimmt das letzte Tief (Stopp-Loss-Kurs bei 170 Euro) als Grundlage für die Verkaufsentscheidung.

Tatsächlich hofft der Anleger jedoch einen (noch) höheren Preis zu erzielen. Er will nicht sofort verkaufen, sondern sich die Chance zu einem weiteren Kursanstieg freihalten und wenn er dennoch ausgestoppt wird, einen soliden Verkaufspreis mitnehmen.

Für den Anleger geht es gar nicht so sehr um den Chart und die Information, die man daraus gewinnen kann. Würde man den Chart nämlich wertneutral betrachten, dann wäre als Verkaufszeitpunkt nämlich die 158-Euro-Marke ausschlaggebend.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

start-trading Team

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