Indikatoren-Trading

Langsam häufen sich die Nachrichten in den Medien über einen starken Aktienmarkt. Der DAX hat letztes Jahr 30 Prozent gewonnen. Auch die Medien lassen sich solch ein "Verkaufsargument" nicht nehmen und berichten von glanzvollen Werten. Sie berichten von Chancen und Zukunftsaussichten. Kurz: Sie preisen die Anlage in Aktien. An der Börse soll  man sich verabschieden, wenn die Medien anfangen, deutlicher über die Börse berichten, jetzt ist es aber noch zu früh.

Es wird von einer Hausmannsrally gesprochen, von erneuten Kursschüben, die bald kommen werden. Die Berichterstatter machen die wartenden Leser bereit, dass der Aktienmarkt bald wieder nach oben durchstarten wird. Dem Leser soll vermittelt werden, dass der Markt mit oder ohne ihn weiter steigen wird. Dieses Gefühl des Zuspätseins ist die Kernbotschaft. Da steht nun der Leser und fängt an zu zweifeln. Hat er schon zu lange gewartet?

Manch ein Anleger glaubt, die Börse verlassen zu müssen, wenn die Medien lauthals zum Einstieg klingeln. Das ist im Grunde richtig, jedoch gibt es einen feinen Unterschied. Denn derzeit schreibt noch der Journalist, der Redakteur über die Chancen am Aktienmarkt. Er spricht von neuem Vertrauen, das die Kleinanleger gerade entwickeln. Damit ist die Kaufbereitschaft der privaten Leute noch nicht entfesselt. Die Berichterstattung derzeit ebnet den finalen Anstieg.

Ein klares Ausstiegssignal wäre es, wenn die Privatanleger gierig in den Markt drängen würden. Die Berichterstatter würden mit ihren Nachrichten Öl in das Feuer gießen und den Brand zum lodern bringen. Dann wäre der richtige Zeitpunkt zum Verlassen des Marktes.

Noch ist es zu still. Die meisten Menschen glauben nicht, was sie am Aktienmarkt sehen. Geschweige denn, dass sie den Mut haben, Aktien zu kaufen. Der Anstieg in der Vergangenheit läuft am normalen Bürger vorbei. Solange das noch der Fall ist, ist am Aktienmarkt noch mit weiteren Kursanstiegen zu rechnen.

Die Meldungen über Erfolge an der Börse sind noch vereinzelt zu finden, kommen jedoch immer öfter vor. Die Redaktionsabteilungen scheinen sich mit dem Thema Börse zu beschäftigen. Das werden sie in der Zukunft noch weiter tun können. Natürlich wird einseitig berichtet, Medien verkaufen die Erfolge. Mit Risiken läßt sich keine Leserschaft gewinnen, aber trotzdem gibt es sie, das darf nicht in Vergessenheit geraten.

Derzeit drängen Privatanleger und Redakteure nicht in die gleiche Richtung. Der Privatanleger zweifelt und wartet noch, der Redakteur ist schon ganz euphorisch. Erst wenn beide das Gleiche wollen, nämlich, dass der Privatanleger endlich seine begehrten Aktien will und der Redakteur noch viel höhere Kurse erwartet. Dann befinden sich beide auf der gleichen Seite des Marktes. Dann ist es Zeit, sich schnell zu verabschieden.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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