Buchtipp

Besonders am Finanzmarkt geht es immer ums Geld. Ums Geld haben, Geld investieren und ums Geld gewinnen. Es geht immer darum, das meiste aus einer Investition herauszupressen. Dabei geraten auch Dinge in den Fokus der Spekulanten, mit denen nicht spekuliert werden darf. Ein wichtiges Gut, das wir hervorheben wollen, ist Wasser. Nachdem Telekom, Energie, Gesundheit und Nahrungsmittel auf Rendite getrimmt wurden, wollen sich Investoren jetzt mit dem Handel von Wasser bereichern. 

In andern Gegenden unserer Erde haben sich Konzerne bereits das lukrative Gut Wasser unter den Nagel gerissen und erwirtschaften bereits maximale Gewinne. Dabei gehört das freie Wasser plötzlich jemanden, der sich und seine Aktionäre mit erhöhten Preisen zufriedenstellen will. Wer die Preiserhöhungen nicht mitträgt, wird einfach vom Wasserzugang abgestellt. Es geht gar soweit, dass das Sammeln von Regenwasser verboten wird. Das ist eine schlimme Entwicklung, die nun nicht mehr weit entfernt ist, sondern auch unsere Gegend betrifft. 

Es ist erschreckend, dass ein so wichtiges Gut aus den Händen des Volkes in die Hände der Konzerne gelangt. Das darf nicht sein. Jedoch passiert das öfter, als man annehmen würde. Schuld daran ist die regierende Partei, die sich davon Einnahmen verspricht. Sie saniert kurzfristig ihren Haushalt. Langfristig verliert die Bevölkerung.

Langfristig bleiben die Kosten nämlich doch am Bürger hängen. Denn ein funktionierendes Wassersystem wird zunächst an einen Konzern verkauft und dieser investiert nicht in Erneuerungen, sondern presst seine Rendite aus dem Investment heraus. Wenn alles abgewirtschaftet ist, das Wasser nicht mehr trinkbar ist und auch nicht mehr regelmäßig fließt, dann erst rührt sich das Volk und fordert eine Wiederverstaatlichung. Das ist dann der Moment, wo die Politik (erst auf Druck der Bürger) einschreitet. Das kaputte Wasserversorgungssystem wird eilig an sich gerissen und muss mit viel Geld des Steuerzahlers wieder instand gesetzt werden. 

Soweit soll es nicht kommen. Eine Bürgerinitiative verteidigt das Recht auf Wasser. Darauf möchten wir Sie hinweisen. Wer diese Initiative mittragen will, kann sich auf der folgenden Webseite informierenhttps://www.right2water.eu/de​

Wasser ist ein Öffentliches Gut, keine Handelsware – Wir fordern die Europäische Kommission zur Vorlage eines Gesetzesvorschlags auf, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen fördert. Diese EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen dazu verpflichten, für alle Bürger und Bürgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanitäre Grundversorgung sicherzustellen.

Einen sehr lesenswerten Artikel haben die Kollegen vom Nachrichtenspiegel zu diesem Thema geschrieben: Deutschland 2013: der Kampf ums Trinkwasser!

Manchmal nehmen die Dinge im Leben eine falsche Richtung. Wenn man sich als Bürger nicht rechtzeitig dagegen wehrt, kann es bald zu spät sein. 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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