Indikatoren-Trading

Die europäische Idee ist außer Kontrolle geraten. Nicht die Grundsätze Freiheit, Eigenverantwortlichkeit und Gemeinsamkeit dominieren in Europa, sondern Bevormundung, Fremdsteuerung und die Dominanz individueller Interessen. Was als Erfolgsprojekt gestartet ist, hat sich zum europäischen, nimmersatten, kontrollwütigen Bürokratie-Koloss entwickelt. So war das nie geplant, so soll es auch nicht bleiben.

Das heutige Europa erinnert sehr deutlich an ein diktatorisches Organ. Es fragt nicht, es bestimmt über seine Staaten. Nicht der Staat weiß, was nun gut für seine Bürger ist, sondern Europa. Wie kann Brüssel das können, wenn es so fern ist? Wie können alle Staaten gleich sein, wenn hier so viele verschiedene Kulturen zusammentreffen? Die EU versucht ihr Leitbild auf alle Staaten überzustülpen, jedoch nicht mit Überzeugungskraft, sondern mit Androhung von Strafe.

Europa sollte sich einigen. Man sprach ursprünglich von einem Einigungsprozess, doch welche Identität hat Europa? Wofür sollte sich ein europäischer Bürger begeistern? Was ist das Bindeglied? Wenn Ihnen jetzt nicht sofort etwas einfällt, dann geht es Ihnen so wie sehr vielen Bürgern. Sie können mit Europa einfach nichts verbinden.

Die aktuelle Assoziation, die die Menschen zur Machtzentrale der Brüsseler Organisation haben, sind vor allem Bürokratie, Verschuldung und Sozialabbau. Der Bürger darf nicht mehr seine Glühbirne selbst auswählen und nicht einmal seine Flasche Wasser mit ins Flugzeug nehmen. Auf solchen Gebieten, die den Menschen in seiner Handlungsfähigkeit einschränken, sollte die EU sich nicht einmischen. Sie macht es dennoch. Viele sprechen deshalb schon von einem Gefühl der Umklammerung.

Die Menschen haben genug von Europa. Europa fühlt sich nämlich so an, als würde es den Menschen die Luft zum Atmen nehmen, vor allem erlangt die EU immer mehr Macht, das ist beängstigend. Und die EU hungert nach mehr. Sie will auch in nationalen Angelegenheiten bestimmen, entscheiden und diktieren. Ein gieriges Monster sollte Europa nicht werden, so war das nie geplant. Jetzt droht die Organisation außer Kontrolle zu geraten. Wer kann das EU-Monster jetzt noch bändigen?

Wo bleiben die Erfolgsgeschichten aus Europa? Was kann die Gemeinschaft auf der Haben-Seite vorweisen? Worauf kann sie stolz sein? Kommt Ihnen die Reisefreiheit in den Sinn? Reisen konnte man früher auf dem Kontinent auch. Man hat seinen Reisepass vorgezeigt. Das ist der einzige Unterschied zu heute. Vielleicht das einfache Einkaufen? Früher konnte man auch in jedem Land einkaufen. Jedes Land hatte seine eigene Währung. Und der Spaß, fremdes Geld in den Händen zu halten, war ein Erlebnis. Also, was mehr hat Europa zu bieten, als Reisefreiheit und eine gemeinsame Währung?

Die Vorteile von Europa waren hauptsächlich für die Konzerne (gedacht?). Die Unternehmen hatten und haben profitiert. Grenzenlos und ohne Handelsbarrieren konnten gute Geschäfte gemacht werden. Nicht umsonst ist die Lobbyarbeit in Brüssel besonders ausgeprägt. Die Unternehmen haben bei den Brüsseler Bürokraten einen Stein im Brett. Die guten Beziehungen waren bei der Bankenrettung besonders hilfreich. Es bleibt bei der ursprünglichen Fragestellung: Was hat der Bürger von Europa?

Die europäische Politik führt in vielen Staaten zu einer Steigerung der Erwerbslosen. Volkswirtschaften wie in Griechenland und Portugal ächzen unter den Forderungen der "europäischen Freunde". Zu freuen gibt es für die Menschen jedoch nichts.

Erst kürzlich war zu lesen, das Europa im Wettbewerb um die Mächtigen der Welt klar ins Hintertreffen geraten ist. Man wollte es mit den Großen der Welt aufnehmen. Man wollte auf Augenhöhe verhandeln und mit einer Stimme sprechen. Daraus ist nichts geworden.

Die EU ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die EU müsste eine unterstützende Funktion wahrnehmen und keine diktierende. Sie müsste den Bürgern Nähe signalisieren, stattdessen ist Europa ein nicht Greifbares und weit Wegsitzendes Etwas, das nur Geld und Macht fordert.

Die Bürger fühlen sich in der europäischen Umklammerung nicht wohl. Wer sich in einer Beziehung nicht wohl fühlt, der wird sich über kurz oder lang trennen müssen, damit es den Beteiligen wieder bessergeht. Wäre das die Befreiung?

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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