Indikatoren-Trading

Manche Ereignisse sind nicht zu beweisen, sie treten jedoch trotzdem auf. Mit dem Bewegungsdrang des Börsenindexes DAX ist es ebenso. Wenn er eine Richtung einschlägt und diese zügig anläuft, dann entpuppt sich diese Wegstrecke sehr (zu) oft als eine Distanz von 100 Punkten. Am gestrigen Handelstag konnte man dieses Ereignis erneut verfolgen. Die nun spannende Frage ist, ob die Initiatoren dieser Bewegung den Startpunkt oder den Endpunkt kennen?

Wir haben schon im Herbst auf "die geheime 100-Punkte-Regel" hingewiesen. Sie passiert eben, ohne dass man über sie spricht oder gar darüber liest. Der DAX startet den Motor in „Short“ oder in „Long“ Richtung und schwups, sind 100 Punkte zurückgelegt. Danach verhält sich der Index auffällig unauffällig. So, als sei das Programm abgespult worden und der Aktienmarkt würde wieder zur Tagesroutine übergehen.

Am gestrigen Handelstag, dem 15.01.2013, konnte dieses Verhaltensmuster erneut "erkannt" werden:

dax-intraday15012013

 

Noch am Vormittag war von Bewegung noch nichts zu sehen, doch mit dem Erreichen der 7735 Punkte entschied sich der DAX den Rückwärtsgang einzulegen, danach fiel der Index. Nachdem die 7700 Punkte nicht gehalten haben, kam es zum Test der wichtigen 7680-Punkte- Marke. Hätte man hier als Anleger schon das Ziel von 7635 Punkten erahnen können?

Die schon oft bearbeitete 7680-Punkte-Marke fiel dann auch und ließ die Handelscomputer sowie die menschlichen Anleger ihre Aktien verkaufen. Der DAX rutsche steil herunter. Dieser Rutsch nahm abrupt sein Ende bei 7635 Punkten, nach genau 100 Punkten Wegstrecke. Danach wurde es wieder ruhiger am Markt. Die Anleger und Handelscomputer beruhigten sich. Der Index begann wieder zu steigen.

Jetzt wäre es für den Anleger noch gut zu wissen, welcher Parameter zuerst feststeht. Wird zuerst die Fallhöhe angesteuert und dann abgeladen, also erstes Ziel 7735 Punkte, dann Schleusen öffnen? Oder ist in der Planung der Zielwert zuerst bekannt und die Zielhöhe wird angepasst? In dem Fall wäre der angepeilte Wert von 7635 Punkten zuerst bekannt, der Startpunkt ergäbe sich für alle Beteiligten 100 Punkte höher.

Ein wenig ist diese Gedankenspielerei abstrakt und unnatürlich. Doch für unnatürliche Dinge ist der Aktienmarkt prädestiniert. Sehr oft kann man an der Börse unerwartete Dinge erleben, warum also sollte es dann nicht auch eine geheime Absprache geben, die bestimmte Bewegungen auslöst.

An der Börse sollte man niemals nie sagen. In diesem Sinne.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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