Buchtipp

Der aktuelle Fall Spaniens ist typisch für die Geschehnisse in unserer Zeit. Die Iberer haben einen Großteil des Geldes aus der Rentenkasse zweckentfremdet. Sie haben das Geld der Bürger, das für Rentenzahlungen vorgehalten wurde, geplündert. Jetzt steht es in den spanischen Sternen, ob der Staat es je wieder zurückzahlen wird. Warum haben die Spanier das gemacht? Sie wollten ein Scheingeschäft machen, um sich zu bevorteilen, einen Taschenspielertrick, der ihnen auch gelungen ist. Normal ist das jedoch nicht.

Würde ein Musiker in den Laden gehen und Unmengen seiner eigenen CD kaufen, damit seine Verkaufszahlen steigen, dann wäre das Betrug. Es wäre Unrecht. Ein klarer Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Der Ausführer dieser Aktion würde bestraft werden. Klingt logisch? Ist auch logisch.

Was haben die Spanier gemacht? Sie haben Geld aus der Rentenkasse genommen (90%) und damit ihre eigenen Staatsanleihen gekauft, um die Zinsen für neu ausgegebene Papiere gering zu halten. Ein einfacher Trick, bei dem man selbst als Käufer der eigenen Papiere auftritt. Auch hier handelt es sich um Betrug. Nicht nur das, es ist auch Betrug am Bürger. Denn das Geld war nicht für sonstige Ausgaben (Spekulation) gedacht, sondern für die Rentenzahlungen. Scheinbar darf man den Bürger frei betrügen.

Die amerikanische Notenbank FED macht einen ähnlichen Trick mit amerikanischen Staatsanleihen. Sie handelt im Gegensatz zu Spanien ganz offiziell. Sie druckt Geld und kauft ihre eigenen Anleihen. Das ist definitiv nicht mehr normal, auch wenn es so praktiziert wird. Es ist kriminell. "Wer veräppelt hier wen" ist die zu stellende Frage.

Normalerweise dürfte ein Staat seine Gelder nicht zweckentfremden. Aber was ist heute schon normal? Ein Staat sollte nicht seine eigenen Staatsanleihen kaufen dürfen. Wenn er es dennoch vorhat, dann nur mit Geld, das er besitzt. Wenn der Staat kein Geld hat oder sich keines leihen kann, dann muss er von diesem Vorhaben Abstand nehmen. Wenn in der Folge der Zinssatz für die ausgegebenen Anleihen steigt, dann wäre das eben so. Das wäre nämlich normales Marktverhalten. Das ist das, was die Staaten in all den letzten Jahre so vehement verteidigt haben. Der Markt würde alles richten und Angebot und Nachfrage ausbalancieren. In der Not vergisst man schnell, was man in der Vergangenheit gesagt oder vor der Wahl versprochen hat. Das ist überall auf der Welt so. Die Zeiten sind nicht normal.

Dass gleiche gilt für die Schuldentilgung. Wenn Spanien eine geschuldete Zahlung nicht an die Gläubiger entrichten kann, dann ist es zahlungsunfähig und rutscht in die Staatspleite. Der Gläubiger hatte spekuliert und verloren. Das ist so, wenn man investiert, das sind die Gesetze des Marktes. Wer das nicht verstanden hat, muss noch einmal nachsitzen. Was passiert jedoch in unserer heutigen Welt?

Gläubiger verlieren kein Geld, weil sie gerettet werden. Staaten gehen nicht bankrott, weil sie gestützt werden. Anleihezinsen steigen nicht, weil sie künstlich gedrückt werden. Irgendwas ist faul: Wer führt hier die Bürger hinters Licht?

Der Ausspruch "hinters Licht führen" kommt aus dem Mittelalter und will ausdrücken, dass Menschen in dunkle Ecken und Orte gelockt werden, um sie dort auszunehmen. Im Dunklen kann sich der Mensch schlecht orientieren, sieht nicht, was er bekommt und was er bezahlt. Im Dunkeln ist es ein Einfaches, den Bürger auszunehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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