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Das neue Jahr hat begonnen und damit sind auch die guten Vorsätze fest eingeplant. Dieses Jahr soll alles anders werden an der Börse. Der Trader will diesmal seine Gewinne laufen lassen, er will vor allem seine Verluste nicht so groß werden lassen. Diesmal will der Trader nur seiner eigenen Stimme Gehör schenken, sich nicht mehr so viel in Finanzforen tummeln. Nein, dieses Jahr soll endlich Geld verdient werden. Von Verlusten hat er erst mal genug, aber ob dieser Vorsatz in die Tat umgesetzt werden kann, ist jedoch fraglich.

Immer wenn ein Jahr endet und ein neues beginnt, dann geht ein Schub durch den Körper und den Geist des Traders. Er kann seine Fehler im alten Jahr zurücklassen. Das ist befreiend, denn die Verluste mit sich herumzutragen ist belastend. Die Verluste sind zwar nicht verschwunden, doch sie stehen in einem anderen Kapitel und sind somit nicht direkt störend. Mit Beginn des neuen Jahres ist also eine neue Seite in der Welt des Traders aufgeschlagen worden.

Dieses Jahr soll alles besser werden. Zum Beispiel sollen die Verluste nicht so groß werden. Weiss der Trader schon, warum er im alten Jahr überhaupt in solch schwieriges Fahrwasser geraten ist? Und warum die Verluste im abgelaufenen Jahr so stark angestiegen sind? Denn es ist ja so, die Verluste brechen nicht über einen Trader herein, sondern der Trader hat sich den Verlusten meist an den Hals geworfen. Das muss man so direkt sagen, auch wenn es nicht angenehm ist, es zu hören.

Verluste sind nüchtern betrachtet, das Resultat einer falschen Einschätzung der Markt- bzw. Chartlage. Der Trader hat zunächst seinen Plan umsetzen wollen, der aber nicht aufging. Bis hierhin ist der Trader schuldlos. Er hat nur gehandelt, was er aus dem Chart lesen konnte. Die Probleme fangen dann an, wenn es keine Exit-Strategie gibt. In eine Trading-Position kommt jeder rein, nur kommt nicht jeder wieder heraus. Oder warum glauben Sie, werden so viele Trader ausgeknockt? Die Emittenten müssen die Trader aus den Scheinen schmeißen, sonst klammern sie sich immer weiter an ihre Scheine und gehen mit ihnen unter.

Verluste zu begrenzen, das hört man oft. Nur macht man es auch? Oftmals findet sich eine Ausrede. Der Trader stellt keine Stopp-Loss-Order ein, weil er ja eh am Rechner sitzt und jede Kursveränderung verfolgt. Das geht aber nur so lange gut, bis der Strom ausfällt, das Internet ausfällt oder der Rechner den Geist aufgibt. Wenn dann die Position ins Minus läuft und keine Verlustbegrenzung eingebaut wurde, dann guckt der Trader etwas benommen, nur ist es dann zu spät.

Ein ebenso guter Verlustgenerator ist das bekannte Nachkaufen. Der Trader schwört, dass er diesmal kleine Brötchen backen wird und nur kleine Positionen handeln wird. Soweit so gut. Die Positionseröffnung klappt auch noch gut, doch dann wird wieder eine kleine Zugabe gemacht. Der Trade soll sich ja lohnen. Doch dann fällt der Schein im Wert und der Verlust steigt im gleichen Atemzug. Jetzt denkt der Trader gar nicht ans Aussteigen, sondern ans Nachkaufen. Damit beginnen wieder die alten Sorgen.

Die Anzahl der Scheine steigt schnell auf eine Menge, die der Trader eigentlich vermeiden wollte. Doch jetzt sitzt er mit einer zu großen Position im Haifischbecken und kämpft ums Überleben. Als Folge der vergrößerten Menge steigen auch die Verluste nun viel schneller. So wollte er es nicht angehen und doch sitzt er wieder inmitten von Verlusten und hat sich von allen Handlungsmöglichkeiten verabschiedet. Das ist nicht gut.

Das Jahr ist noch jung. Denken Sie daran, die Fehler sind immer die Gleichen. Diejenigen, die sie machen, sind ebenfalls dieselben. Es liegt an Ihnen, diese abzustellen. Wenn Sie es nicht können, ist das Fernbleiben vom Markt eine Alternative. Wer es dieses Jahr besser machen will, dem gibt der Markt die Chance. Sie haben nicht so viele, daher nutzen Sie sie.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

P.S. Tradingsignale auf den DAX

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