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Weihnachten steht vor der Tür, die Zeit der Ruhe und der Besinnlichkeit. Die Familie trifft sich zu einem gemeinsamen Weihnachtsessen, man herzt sich und sucht das Gespräch. Nach anfänglichem Austausch über das allgemeine Wohlbefinden sitzt man schliesslich nach der Mahlzeit im Wohnzimmer und sucht nach Themen. Darf man mit dem Weihnachtsbesuch über die Zukunft Europas und des Finanzsystems sprechen? Das betrifft doch alle. Wenn dann auch noch jemand Erfahrung mit dem Kauf von Gold hat, könnte dieser Tipps geben. Was nett klingt, wird leider gar nicht so nett aufgenommen.

Auch wenn es jeden von den Gästen betrifft, über so "schwere" Themen will kaum jemand sprechen. Schon gar nicht zu Weihnachten, wo doch die Meisten abschalten wollen. Schwer ist das Thema deshalb auch, weil die Mehrheit der Menschen das Geldsystem nicht versteht. „Wie funktioniert Geld“, wäre eine einfache Frage, auf die es kaum sinnvolle Antworten geben wird. Es wird schon seinen Grund haben, warum unsere Kinder keinen Schulunterricht in Sachen "Geld" erhalten. Nun, die schwere Kost würde den Gästen schnell im Magen liegen.

Und doch kann man wohl die Augen vor der Zukunft nicht verschließen. Wenn Onkel und Tante, die Eltern oder die Geschwister jahrelang gespart haben, dann will man nicht mit ansehen müssen, dass deren Erspartes verbrannt wird. Das kann leicht passieren, weil Zentralbanken die Währung ruinieren oder Banken sich um Kopf und Kragen verspekulieren. Also muss man doch etwas zu diesem Thema sagen. Man will die Augen des Weihnachtsbesuches wenigstens etwas öffnen und sie auf die Nebenwirkungen der Rettungsbemühungen aufmerksam machen.

Wenn sich dann Familienmitglieder auch noch eine Immobilie kaufen wollen, weil vielleicht die Zinsen derzeit besonders günstig sind, dann kann man einfach nicht mehr schweigen. Man muss etwas zu diesem Thema sagen, weil man sonst platzen wird. Und wenn es Weihnachten ist, dann ist eben Weihnachten. Es ist doch die Zeit der guten Taten oder etwa nicht? Man kann doch die Verwandtschaft nicht sehenden Auges in den Abgrund laufen lassen.

Also nimmt man all seinen Mut zusammen und versucht durch einfache Fragen zu erfühlen, in wie weit eine Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema vorhanden ist. Meist erntet man für diesen ersten Schritt ungläubige Blicke. Es fühlt sich so an wie in der Schule, als ob man das Thema verfehlt hätte. Wie komme man nur auf solche Themen und das an Weihnachten, sind die unausgesprochenen Signale, die man empfängt. Wenn dann vielleicht doch einige Gäste auf das Thema anspringen, dann kann man etwas weiter ausholen, kann vorsichtig die Zukunft verständlich rüberbringen.

Nicht alle Gäste werden begeistert sein. Die Eltern werden einen wohl als Schwarzseher betiteln, denn sie kennen meist nur harte Arbeit. Nur wenn man hart genug arbeiten würde, dann würde man es zu etwas bringen, wird zurückblickend mit etwas Stolz auf die eigene Lebensleistung verwiesen. Das gleiche gelte auch für das Sparen, wenn man es auf dem Sparbuch zu etwas bringen wolle. Der Seitenhieb von den Eltern sitzt.

Nun gut, das ist wenigstens eine gute Vorlage, um von dem Thema Sparbuch auf das Thema Gold zu kommen. Geld auf dem Sparbuch wird im Rahmen der Inflation und einer möglichen Währungsreform ausradiert werden, das kann man dem Weihnachtsbesuch so direkt nicht sagen. Also fragt man beiläufig, ob man schon mal Gold als Anlagemöglichkeit in Betracht gezogen hätte.

Auch hier erntet man wieder ungläubiges Staunen. Gold, das ist doch dieses gelbe Edelmetall aus dem Gestein. Das ist doch ein altes Relikt, wird man sich in der Runde denken. Manche werden schnell das Gehörte aus dem Wirtschaftsteil der Tageszeitung wiederholen, dass nämlich Gold keine Zinsen abwirft und auch keine Dividende zahlt. Dann steht man als Initiator des Goldthemas wieder wie begossen da.

Eigentlich will man ja nur helfen. Man will auf die möglichen Gefahren aufmerksam machen, stattdessen handelt man sich nur grimmige Blicke ein. Es ist eben so, wie der Volksspruch es schon sagt: "Undank ist der Welten Lohn". Nein, zu Weihnachten will niemand Information über die Krise und auch nicht über Gold. Manchmal ist es eben besser, die anderen reden zu lassen und selbst nur zuzuhören. Bekanntlich ist "Reden Silber und Schweigen Gold".

In diesem Sinne frohe Weihnachten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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