Buchtipp

Dieser Tage kann man als falsch positionierter Trader an der Börse verrückt werden. Der Markt kennt nur eine Richtung und man selbst wettet auf fallende Kurse. Der DAX markiert ein Jahreshoch und die Optimisten feiern schon. Nur der Trader selbst, der hat keine Lust zu feiern, denn er hat den Anstieg nicht erwartet und nun häufen sich die Fehler und damit die Verluste. Das tut nicht nur im Kopf weh, das kostet auch verdammt viel Geld. 

Wenn Sie jemand börseninteressierten fragen, was die schwerste Sache an der Börse ist, dann werden Sie Antworten finden wie "die besten Aktien finden" oder "mit Daytrading Geld verdienen" oder "zum richtigen Zeitpunkt Long oder Short gehen“. Das sind alles für sich richtige Antworten, es ist aber definitiv nicht das Schwerste an der Börse. Das ist etwas ganz anderes.

Wer sich am Finanzmarkt bewegt, der muss vor allem loslassen können. Er muss in der Lage sein "Nein" zu sagen und keinen neuen Trade einzugehen. Er muss die Kraft aufbringen, kein neues Geld aufzuladen und sich nicht vom Markt locken zu lassen. Liebe Leser, dieser Punkt ist an der Börse die schwerste Disziplin.

Wer noch unerfahren und neu an der Börse ist, dem mag das noch ein wenig befremdlich klingen. Dieser Trader mag meinen, man sei jederzeit Herr über seine Entscheidungen. Das ist jedoch nur Theorie. Wer an der Börse schon gehandelt hat, wird sogleich nicken und unsere Aussage bestätigen.

Sie haben vielleicht falsch gelegen, den DAX geshortet und Verluste eingesteckt. Bis hierhin ist das normales Börsengeschehen. Wenn Sie aber dann Ihre Position verdoppelt haben oder wenn Sie Ihren Verlust laufen lassen haben, anstatt ihn zu begrenzen, dann haben Sie zu viele Fehler auf einmal gemacht. Dies sind nur wenige Beispiele. Beim Trading kann man sehr viele Fehler machen.

Möglicherweise haben Sie den ganzen Anstieg der letzen vier Wochen im Rahmen der Jahresendrally mitgemacht. Leider mit Verlusten anstatt mit Gewinnen. Jetzt ist nicht nur Ihr Konto leer, sondern auch Ihr Gehirn.  Es ist nicht einfach, an der Börse so viele Schläge auf einmal einzustecken. Folgende Frage muss jetzt gestellt werden: Hätte es soweit kommen müssen?

Die Kunst besteht darin, nicht in einen Teufelskreis von Verlusten zu geraten. Wesentliche Aufgabe als Trader ist es, sich nicht in vom Markt provozieren zu lassen, einen Verlust nicht persönlich zu nehmen und es dem Markt daraufhin zeigen zu wollen. Vor allem muss ein Trader nach einem, maximal zwei Verlusten an einem Tag in der Lage sein, den Rechner herunterzufahren, sobald der zweite Verlust eingefahren wurde. Und das muss passieren, noch bevor die Börse schließt.

Der Trader muss sich aus eigener Kraft von der Börse lösen können und das ist wirklich nicht einfach. Es ist unserer Meinung nach die schwerste Disziplin. Wir wünschen gutes Gelingen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

P.S. Handelssignale auf den DAX

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