Service

In der Krise hat sich gezeigt, dass sich die Masse der Menschen nicht zu Wort melden kann. Veränderungen gehen nicht vom Volke aus, obwohl es in der Theorie so heißt. Obwohl der kleine Bürger in der Überzahl ist, kann er doch nichts ausrichten. Er ist nur der Leidtragende für die Fehler der anderen. An der Börse heißt es "Die Masse gewinnt nicht". Leider ist es im wahren Leben auch so. Der Mensch ist ein kleines Licht inmitten der großen Konzerne, der mächtigen Banken, der Politik und der Medien. Das stimmt traurig.

Besonders deutlich wird die Ungerechtigkeit, wenn man sieht, wie sich die Bankinstitute von all ihren Problemen befreit und ihre Schulden auf den Bürger gewälzt haben. Jetzt fließt wieder Geld in die Bankkassen, die Unternehmen machen Gewinne. Es herrscht eitel Sonnenschein. Man lobt sich für die eigenen Erfolge. Von Demut keine Spur. Von Zurückgeben der erhaltenen Hilfen auch nicht.

Jeder weiß, dass es die Banken waren, die risikoreiche Geschäfte eingegangen sind und damit fast die Welt aus den Angeln gehoben haben. Die Ahnungslosen Immobilienkredite angedreht haben und damit die Immobilienkrise mitangefacht haben. All das Wissen nützt nur nichts, wenn man daraus keine Konsequenzen erwirken kann.

Jeder weiß, dass sich die Banken in Beratungsgesprächen an den eigenen Produkten orientieren. Sie versuchen ihre Ladenhüter an den Mann zu bringen und bevorzugen das Produkt, dass die meiste Provision abwirft. Sie handeln im Eigeninteresse, anstatt sich an den Interessen des Kunden zu orientieren. Das wird heute nicht mehr bestritten. Aber ändert sich etwas? Nein. Tests haben gezeigt, dass die Banken genauso weitermachen wie zuvor. Erneut stellt sich die Frage: Was kann die Masse ausrichten, obwohl sie hier von einer Ungerechtigkeit weiß?

Hinzu kommen die Geschäfte, die die Finanzinstitute für ihre betuchten Kunden in die Wege leiten. Diese sind nämlich für wenige positiv, aber für die Mehrheit negativ. Das können Geldtransfers sein, die gegen Geldwäschegesetze verstoßen oder das behilflich sein beim Gewinne verstecken und Steuern drücken. An Ideen mangelt es nicht. Wenn es ums Geld geht, sind die Banken sehr behilflich. Der Leidtragende ist erneut der normale Bürger, der sieht, wie zum Beispiel Gewinne an der Allgemeinheit vorbeigeschleust werden (darauf hätten Steuern gezahlt werden müssen) und muss sich gleichzeitig anhören, dass die Kassen der Kommune und des Landes leer sind.

Da kann der Bürger wütend werden und sich gegen diese Ungerechtigkeit auf die Hinterbeine stellen, doch was dann? Eben, der Bürger hat keine Lobby und keinen Fürsprecher. Das ist es, was traurig stimmt. Die Politik müsste den Bürger vertreten, doch stattdessen verkauft sie ihre Bürger an die Unternehmen. Zurück bleibt eine verdrossene Gesellschaft, die sich ihrer Unfähigkeit bewusst ist.

In Zeiten Web 2.0, Facebook und der Netzwerkgeneration weiß das Volk viel, was heute in der Welt passiert, es bleibt aber nur beim Wissen. Die Bürger sind die Letzten in der Kette. Sie bekommen als Letzte etwas ab, wenn etwas zu verteilen gibt und sind  die Ersten, die die Fehler der anderen ausbaden müssen. Das ist nicht schön, jedoch die Realität.

Die Bürger wollten keinen Euro haben und haben ihn dennoch bekommen, sie wollten keine Banken retten und mussten es dennoch tun, sie wollen Lösungen von der EU und werden nur hingehalten, sie wollen keine Rettungsfonds der EU mit noch mehr Geld füllen und müssen es trotzdem.

Es lässt sich nicht leugnen. Die Masse ist trotz ihrer Menge unfähig, etwas auszurichten.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

Share This