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Ein wenig sind die Edelmetallbesitzer dieser Tage desorientiert. So richtig weiter hoch, wie sie es all die Jahre zuvor gewöhnt waren, will der Goldpreis nicht mehr. Das Erreichte will der Goldbesitzer auch nicht schwinden sehen. Soll er jetzt verkaufen? Manch einer spricht von einer Blasenbildung. Es wäre daher nicht unwahrscheinlich, dass der Preis für das gelbe Edelmetall in sich zusammenbrechen könnte. Sowas verbreitet Sorgen. Sie selbst können anhand einfacher Kriterien abschätzen, ob eine Blasenbildung eingesetzt hat.

Dazu brauchen Sie gar nicht weit in die Vergangenheit sehen. Zum Beispiel die berühmte Tulpenhausse in Holland, bei der Haus und Hof verkauft wurde, um nur eine Zwiebel zu ergattern. Die Menschen haben damals Kopf und Kragen verspekuliert. Die Gier kannte keine Grenzen. Das klingt rückblickend völlig wirr, doch damals, das war Mitte des 17. Jahrhunderts, war das völlig normal. Vor allem war jeder, der sich nicht für diese Investition begeisterte, der allgemeinen Auffassung nach der Irre.

Kommt Ihnen solch ein Verhalten bekannt vor? Vor gar nicht allzu langer Zeit, dass war im Jahre 1999/2000, da gab es eine Blasenbildung am Aktienmarkt. Es handelt sich um die Blase am Neuen Markt oder auch dot.com Blase genannt. Nicht nur Anleger, sondern auch Taxifahrer und Friseure wollten sich mit Aktien eindecken und vom Kursanstieg profitieren. Dabei gab es ebenfalls keine Grenzen. Die Menschen verschuldeten sich mit Krediten, um endlich auch an den Kurssteigerungen verdienen zu können.

Irre war zu dieser Zeit, dass es nicht mehr um die Unternehmen selbst ging, sondern nur noch den Profit. Viele der damaligen Highflyer haben gar kein Geld verdient, es ging nur um das "dabei" sein und um ordentlich Reichtum. Auch zu dieser Zeit wurden viele Menschen Opfer ihrer Gier. Keine Tageszeitung, keine Nachrichtensendung verging, ohne auf den Aktienmarkt zu sehen und noch unentdeckte Perlen zu preisen. Die Euphorie war entfacht.

Sie merken schon, wenn die Leute anfangen, nur noch über ein Investment zu reden und wenn sie dabei glasige Augen beklommen und die Dollarzeichen in den Augen zu erkennen sind, dann verlieren sie den Bezug zur Realität. Weitere Begleiterscheinungen einer Hausse: Die Nachbarn müssen über Gold reden, die Arbeitskollegen müssen sich mit Unzen eindecken, die Freunde müssen heiß auf Neuigkeiten sein und sich permanent fragen, wie weit der Goldpreis noch steigen könnte und die Zeitungen müssten besonders optimistisch über das gelbe Edelmetall berichten und immer höhere Kursziele verkünden.

Wenn all diese Faktoren zusammenkommen, dann wäre die Blase vorhanden. Solange es noch so still um den Goldpreis ist, so wie jetzt, brauchen sich die Gold-Anleger keine Sorgen wegen einer Blasenbildung zu machen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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