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In unserer heutigen Welt geht es meist ums Geld. Das ist nicht nur in Krisenzeiten so, wenn es um Finanz- und Schuldenkrise geht, sondern eben auch beim Fußball. Das Exekutivkomitee der UEFA hat beschlossen, die Europameisterschaft im Jahre 2020 in Stadien quer durch Europa verteilt durchzuführen. Es wird dann nicht mehr von einem Land ausgetragen. Darüber freuen sich die Medien wie kleine Kinder. Man überschlägt sich mit Superlativen, wieder einmal, ohne hinter die blendende Fassade zu blicken.

Was soll überhaupt der Quatsch, eine EM in vielen Ländern gleichzeitig auszurichten? Ist es dann nicht so, als würde die Qualifikationsrunde fortgesetzt werden? Oder wird die EM dann nicht wie eine verkürzte Championsleague abgehalten? Jeder spielt überall und nirgendwo. Das fördert definitiv nicht die Stimmung.

Es war doch genau das Besondere einer EM, Land und Leute des austragenden Landes kennenzulernen. Der Fan konnte in wenigen Wochen viele verschieden Fans kennenlernen und die unterschiedlichen Mannschaften beobachten. Es war ein Fest, oder wie man in Deutschland seit der WM 2006 zu sagen pflegt: ein Sommer-Märchen. Und nun? Jetzt soll die EM von Vielen gleichzeitig ausgetragen werden, damit auch alle etwas davon haben, damit Fußball vor die Türe all der vielen Menschen gebracht werden kann. Man tue Gutes, ist die „Message“, die von der UEFA kommuniziert wird.

Wie immer, wenn jemand vorgibt er tue nur Gutes, muss man ganz gehörig aufpassen. So auch in diesem Fall. Der Grund für diese fußballfeindliche Entscheidung ist wie immer das schöne Geld. Es geht nicht um den Sport und auch nicht um die Fans. Die UEFA kann nicht mehr genug Geld aus solch einem Event herausquetschen, wenn es nur in einem Land stattfindet. Also verändert man die Strategie und vermarktet das Event als eine transeuropäische Aktion. 

Die Sponsoren werden bereits heulen, müssen sie doch jetzt tiefer in die Taschen greifen, denn nun steigt die mediale Präsenz der eigenen Werbeschaltungen enorm und das freut natürlich wieder die UEFA Funktionäre im schweizerischen Lausanne. Ging es nicht von Anfang an nur um das schöne Geld?

Es ist schade, dass ein Sport, der sich den Werten Leidenschaft und Tradition verschrieben hat, wegen der Aussicht auf kurzfristigen Profit geopfert wird. Das ist planlos und zu kurz gedacht. Fußball lebt von seiner Atmosphäre, von der Stimmung der Fans im Land und im Stadion. Genau das wird es im Jahre 2020 nicht geben können. Und damit wird auch die erhoffe Einnahmequelle versiegen. Am Ende verliert der Sport, aber soweit will die UEFA (noch) nicht denken.

Jeder, der schon einmal Fußball gespielt hat, weiß, dass diese Entscheidung der UEFA Blödsinn ist.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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