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In den USA würden die Banken wieder so toll verdienen, so wie sie es vor der Krise im Jahre 2006 bereits getan haben. Das klingt nach einer starken Leistung. Nach mühevoller Arbeit und eben nach einer Rückkehr zu guten alten Zeiten. Mit keiner einzigen Silbe wird in diesem Zusammenhang erwähnt, dass den Banken geholfen werden musste, dass diese gestützt werden mussten und gar nichts Lobenswertes erreicht haben. Der Mensch ist leider kurzsichtig, oder sind es die Medien?

Es ist einfach traurig, wenn man verfolgen muss, wie sich diejenigen, die die Krise wesentlich angezettelt haben, jetzt in ihrem Erfolg suhlen. Man spricht von 38 Milliarden Dollar Gewinn allein im dritten Quartal dieses Jahres. Das sind Summen, die nur traurig stimmen können, denn von Erfolg kann gar keine Rede sein.

Was wäre gewesen, wenn der Staat nicht rettend mit Milliardensummen eingegriffen hätte? Was wäre, wenn der Staat die giftigen Papiere aus den Bilanzen der Banken nicht aufgenommen hätte? Dann wäre die US-Bankenlandschaft wohl dem Erdboden gleich.

Das hätte die Branche selbst verantworten müssen, denn sie selbst war es, die entgegen jeglicher Vernunft enorme Risiken eingegangen ist, ohne sich entsprechend vor den möglichen Konsequenzen zu schützen. Man hat Sicherheiten als hinderlich betrachtet, gesetzliche Regulierungen als Ballast empfunden, man wollte etwas riskieren und damit noch reicher werden. Das ging gehörig schief.

US-Banken werden jetzt von den Medien gelobt und gefeiert. Das ist jedoch vollkommen irrsinnig. Es wird einem schnell klar, dass erneut die Falschen auf dem Siegerpodest stehen. Nicht die Retter werden gefeiert, sondern die Täter. Das kann nicht richtig sein und ist es auch nicht. Nur die Stimme der Menschen findet einfach kein Gehör.

Die Bürger haben, ganz im Gegenteil zu den Finanzinstituten, auch keine starke Lobby, welche für ihre Interessen einstehen würde. Die Bürger sind, man muss es so deutlich sagen, Opfer. Sie werden gerupft und geplündert. Nur gefeiert werden sie nicht. Niemand dankt ihnen ihre Stützungsmaßnahmen nach dem Ausbruch der Finanzkrise. Niemand in den Medien rückt sie ins Scheinwerferlicht um auch ihre Leistung zu würdigen.

Auch wenn die Gewinne der US-Banken wieder stark gestiegen sind, das ist wahrlich kein Grund zur Freude. Wieder einmal lassen sich die Falschen feiern.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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