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Die Griechenlandhilfe ist mit großer Mehrheit durch, so wird es in den Medien verbreitet. Der Bundestag hat sich für neue Hilfen ausgesprochen, obwohl die Mehrheit der Deutschen dagegen ist. Diese Entscheidung kostet 750 Millionen Euro. Die Parteien würden miteinander abrechnen, heißt es weiter, und sich mal so richtig die Meinung sagen. Am Ende jedoch sind sich alle mit "großer Mehrheit" einig. Damit ist das politische Gezanke nur ein billiges Theaterspiel, das die Bürger blenden soll.

Schon die Probeabstimmungen sind doch schon ein Schlag ins Gesicht der Demokratie. Was soll denn eine Probeabstimmung? Entweder jeder Abgeordnete darf seine Meinung vertreten oder er bekommt seine Meinung diktiert. Mit Demokratie hat das jedoch wenig zu tun. Eine Probeabstimmung wird meist vor einer wichtigen Entscheidung durchgeführt, um all die Abweichler auszumachen und diese dann auf Linie zu bringen. Gefolgschaft ist in der deutschen Politik wichtig, eine Kultur der eigenen Meinung wird nicht gefördert.

Auch wenn die Parteien gelegentlich anderer Meinung zu sein scheinen, dann ist das meist nur Fassade und führt am Ende zum gleichen Ergebnis. Ein Beispiel ist das Verhalten der SPD, die sich zwar in bester Dampfplaudermanier über die neuen Milliarden aufregt, sich jedoch bei der Abstimmung für die Hilfen ausspricht. Es ist eben nur Schein.

Diejenigen, die gegen eine weitere Hilfe für Griechenland sind, werden erst gar nicht für voll genommen. Man spricht von "Euro-Rebellen". Warum gleich so negativ? Es wird auch von „Euro-Gegnern“ gesprochen. Es wird suggeriert, dass diese Menschen, die eine andere Meinung vertreten, Gegner sind. Sie bekommen ein Feindbild gemalt. Das ist insofern unfair, weil sie einfach eine andere Meinung vertreten und das ist in der Demokratie vollkommen legitim. Das bringt uns wieder zu dem wichtigen Punkt in der deutschen Politiklandschaft. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns". Diese Aussage wird von der Kanzlerin gelebt und die meisten Abgeordneten heucheln Zustimmung.

Jetzt, wo die Rettungsmilliarden durchgewunken sind, versucht Frau Merkel ein Bild des Verständnisses zu vermitteln. Sie "verstehe die Bürger" und deren "Skepsis" sagt sie und will damit so tun, als verstünde sie die deutschen Bürger. Im Grunde ist die Politik nicht der Freund des Bürgers, sondern der Handlanger des Kapitals. Aus dieser Sicht betrachtet versteht man schnell all die Handlungen in der Vergangenheit.

Ob das ein Entfesseln der Finanzgeschäfte war, das unter Rot/Grün beschlossen wurde, oder ob es ein "mehr Netto vom Brutto" Wahlversprechen der FPD war, das nie eingelöst wurde. Das sind alles Dinge, die nie einen Vorteil des Bürgers im Auge haben. Das gleiche gilt für die vielen Rettungsaktionen für Banken, bei denen die CDU/FDP Regierung immer wieder neue Milliarden zur Verfügung stellt.

Dass die Politik keinen Draht mehr zu ihren Bürgern hat, zeigt auch die Tatsache, dass die Meinung des Volkes gar kein Gehör findet. Auch wenn die Kanzlerin etwas anderes sagt. Zum Beispiel wurden mit großer Mehrheit die neuen Hilfszahlungen für Griechenland durchgewunken, obwohl eine Mehrheit der Deutschen nach dem Politbarometer des ZDFs Griechenland lieber pleite gehen lassen würde (46%). Helfen wollen nur 43%. Aber wen interessiert die Meinung des Volkes?

Wer glaubt, die Politik erreiche etwas für ihre Bürger oder handele, um die die Interessen des eigenen Volkes zu unterstützen, der irrt. Es ist vollkommen egal, welche Partei Sie wählen, am Ende gewinnt das Kapital. Nur so lassen sich die vielen Geschehnisse rund um die Krisen sinnvoll einordnen. Dieses Geplänkel in Berlin ist nur Augenwischerei. Es soll dem Volk unterschiedliche politische Ansichten vorspielen, die es gar nicht gibt.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

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