Angebot

Die Werbung verschlingt Millionen, damit sie einen Weg findet, wie sie das Geld aus der Brieftasche des potentiellen Kunden locken kann. Es gibt viele Strategien, vom Erlebniseinkauf bis zu einem Lebensgefühl. das mit einem Produkt assoziiert wird. Schon seit jeher spielt jedoch der Preis eines Produkts eine besondere Rolle.

Was machen Sie, wenn Sie eine Flasche Wein zu einem vielleicht hohen Preis verkaufen wollen? Sagen wir für 7 Euro. Sie stellen eine andere Marke für 3 Euro links daneben als Alternativangebot hin  und noch eines für 12 Euro rechts davon. Damit haben Sie Ihren Kunden die Wahl leicht gemacht. Der Interessent wird bei dieser Art der Präsentation die Flasche für 3 Euro als zu geringwertig interpretieren. Wenn die anderen, scheinbar besseren Weine, teurer sind, dann kann der billigste Wein nichts taugen, meldet sein Gehirn.

Gleichzeit sieht der potentielle Käufer, dass es durchaus Weine für noch mehr Geld gibt, nämlich 12 Euro, die den Namen teuer wohl auch verdienen. Der teuerste Wein muss es nicht sein, denkt sich Ihr Kunde und entschließt sich, die gute alte Mitte auszuwählen. Na, sehen Sie? Sie haben Ihren Wein für 7 Euro verkaufen können und das nur durch die Art der Präsentation.

Die Wirtschaft ist voller Tricks, die den Absatz von Produkten und Dienstleistungen fördern sollen. Der Begriff Mogelpackung ist jedem ein Begriff. Man nehme die gleich große Verpackung und fülle weniger ein. Der Trick: Man verlangt immer noch den gleichen Preis und da der Kunde schon immer die gleiche Tüte in der Hand hatte, merkt dieser nichts. Noch dreister wird es, wenn ein Hersteller den Preis senkt, damit dieses Produkt konkurrenzfähiger ist und gleichzeitig die Füllmenge überproportional verkleinert. Der neue günstigere Preis ist verkaufsfördernd, da er günstiger ist als in der Vergangenheit.

Jetzt ist gerade Jahresendgeschäft bei den Versicherungen. Diese sind ebenso emsig dabei, dem Kunden ihre Produkte zu verkaufen. Diese bedienen sich häufig der kleinen Zahlen. Die psychologische Bedeutung von 10 Euro oder 9.98 Euro ist hinlänglich bekannt. Die Firmen gehen aber einen Schritt weiter. Normalerweise werden Versicherungsbeiträge auf ein Jahr berechnet. Der Kunde kann zwar auch halbjährlich oder vierteljährlich zahlen, das kostet in der Regel jedoch Zulagen.

Recht neu ist aber die Variante, dass man Versicherungsbeiträge auf Tagesbasis berechnet. Das klingt dann besonders günstig und vernebelt die Sicht auf den Jahresbeitrag. Das können bei kleineren Beiträgen wie z.B. einer Risiko-Lebensversicherung schon mal Cent-Beträge sein, mit denen geworben wird. Sie sind dann gut versichert und das für weniger als einen Euro am Tag, da kann der Kunde ja gar nicht nein sagen. Dieser psychologische Trick funktioniert immer.

Für einen kleinen Preis ist ein Kunde immer zu haben. Das ist bei 1-Euro-Läden so, oder auch beim Flohmarkt, wo ein Einkauf für wenig Geld als risikolos angenommen wird. Der Preis wird dann bereitwillig gezahlt, da man im Falle des Nichtgefallens eben nicht so viel "riskiert" hat.

Die Psychologie eines Menschen ist, nach Aussage der Werbung, einfach anzuzapfen. Nach dem Motto: "Kennst du einen, kennst du alle" wird die Werbeindustrie nicht müde, dem Kunden Gründe zu liefern, warum er gerade jetzt kaufen sollte.

Die Werbeindustrie will natürlich nur Ihr Bestes.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading Team

Share This