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Heute ist Generalstreiktag in einigen Ländern Europas. Die Masse der Menschen will aufbegehren, sich gegen das Unausweichliche wehren, dass nämlich die Krise immer schlimmer und vor allem schmerzhafter wird. Die Euroretter haben bisher mit Planlosigkeit geglänzt. Die nationalen Regierungen haben sich nicht um ihr Volk gekümmert, sondern die Finanzinstitute gestützt und den Kniefall vor Brüssel gemacht. Die Verlierer der Krise sind die Menschen, denn niemand kümmert sich um sie.

Schnell fällt das Wort "alternativlos". Die Rettungsmaßnahmen für die Banken wurden schnell eingeleitet, das Geld war schnell überwiesen. Warum sind Stützungsmaßnahmen für die Bürger des eigenen Landes nicht so schnell umsetzbar? Vielleicht weil die Bürger keine Lobby haben? Weil ein Scheitern eines Manschens keine globale Auswirkung hat? Der Mensch ist aus dem Fokus der Berichterstattung gerückt. Über die Verlierer der Krise will niemand berichten.

Sie sind degradiert worden und müssen sich mit den hinteren Rängen begnügen. Sie müssen sich hinten anstellen. Sie werden nur noch in der Statistik erwähnt, wenn die Arbeitslosenzahlen bedrohliche Ausmaße annehmen. Man redet über die Menschen, indem man Zahlen als Grundlage nimmt. Das liest sich dann folgendermaßen: In Spanien ist die Arbeitslosenrate auf 25% gestiegen. Und nun? Weiter zu den Sportnachrichten?

Die Regierung sagt, sie kann sich nicht um die Menschen kümmern, man müsse eben schmerzhafte Einschnitte hinnehmen. Die Situation erfordere das so. Das lässt sich leicht sagen, wenn das eigene Einkommen groß genug ist, um die Krisenauswirkungen an sich vorbeiziehen zu lassen. Die Politik weiß gar nicht mehr, wie die Menschen denken und fühlen. Sie handelt nicht so, als wäre ein Politiker einer von Ihnen.  

Wenn jetzt die Bürger in Spanien und Portugal in einen Generalstreik treten, dann um ein Zeichen zu setzen, dass sie auch noch da sind. Sie wollen auf sich aufmerksam machen. Sie werden unterstützt von Protesten in Belgien, Italien und Griechenland. All diese Maßnahmen sollen den Blick auf die Menschen lenken, die unter der Krise am meisten zu leiden haben. Sie sind es, die den Staat auf den Beinen halten, nicht der Kapitalmarkt und auch nicht Brüssel. Das gerät allzu oft in Vergessenheit.

Der Mensch sollte nicht unter dem Staat oder einer anderen Führung leiden müssen, egal wie alternativlos die Rahmenbedingungen sein sollten. Der Mensch muss wieder wichtig sein. Um diese Änderung im Denken vieler Bürger, Politiker und Medien zu erwirken, gehen die Menschen in den oben genannten Ländern heute auf die Straße.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr

start-trading.de

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